Mittwoch, 27. Januar 2021
30.11.2020 17:46
Forschung

Pilzresistente Kartoffeln dank Genschere

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Von: AgE

Ein vom deutschen Agrarministerium gefördertes Projekt zur Züchtung von pilzresistenten Kartoffeln wird auch die Genschere CRISPR/Cas einsetzen. Das berichtete das Ministerium in der vergangenen Woche anlässlich der Übergabe der Zuwendungsbescheide durch Ressortchefin Julia Klöckner.

«Um die weltweite Ernährung für alle zu sichern und Ressourcen zu schonen, brauchen wir die neue, innovative Pflanzenforschung», erklärte Klöckner.

Neue Abwehrmechanismen

Die Bedeutung resistenter Sorten werde aufgrund des Klimawandels weiter zunehmen. Der Vorsprung in diesem Bereich solle erhalten und ausgebaut werden, und dabei könnten moderne Methoden wie die Genschere den Werkzeugkasten erweitern und den Prozess, der auf natürlichem Weg länger dauere, beschleunigen.

Nach Angaben des Ministeriums wird CRISPR/Cas im Rahmen des Projekts eingesetzt, um Hypothesen zur Nutzbarmachung potentieller Resistenzgene zu überprüfen. Genetisch verändertes Zuchtmaterial entstehe dabei nicht. Ziel sei es, vorhandene Abwehrebenen der Kartoffel zu verstärken und neue Abwehrmechanismen gegen diverse Schaderreger zu etablieren.

Mehrere Schaderreger

Im Fokus stehen dem Ministerium zufolge mehrere wichtige Schaderreger, darunter die Wurzelgallennematode, das Kartoffelvirus Y, das Kartoffelblattrollvirus und das Tabakrasselvirus. Das Projekt leiste im Hinblick auf die Ziele der Ackerbaustrategie 2035 mit Bezug auf die Handlungsfelder Pflanzenzüchtung einen wichtigen Beitrag und werde daher mit 1 Mio. Euro aus den Mitteln der Ackerbaustrategie gefördert.

Projektnehmer sind laut Ressortangaben die Böhm-Nordkartoffel Agrarproduktion GmbH & Co. OHG, die Universität Münster, das Julius Kühn- Institut (JKI) sowie das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie (IME).

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