Samstag, 17. April 2021
03.01.2021 09:22
Frankreich

Rapsanbauer warnen vor Verlust von Phosmet

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Von: AgE

In Frankreich hat der Verband der Erzeuger von Ölsaaten und Leguminosen (FOP) vor dem Verlust des Breitbandinsektizids Phosmet gewarnt. 

Sollte die Zulassung des Wirkstoffs nicht erneuert werden, hätte das dramatische Folgen für den Rapsanbau, erklärte der FOP in der vorvergangenen Woche. Derzeit gebe es keine wirksame und zuverlässige Alternative beim Einsatz gegen Schädlinge im Herbst.

Die Zulassung für Phosmet läuft in der Europäischen Union zum 31. Juli 2021 aus. In Deutschland sind keine Produkte mit dem Wirkstoff auf dem Markt.

Genehmigungen wurden erteilt

neben Frankreich sind in der EU aber unter anderem in Belgien, Österreich, Italien und Spanien Genehmigungen erteilt worden. Für den heimischen Markt geht der FOP davon aus, dass bei einem Auslaufen der Zulassung von Phosmet die Rapsfläche um fast 300’000 ha schrumpfen würde.

Im Jahr 2020 wurde die schwarze Ölfrucht auf rund 1,1 Mio ha angebaut. In der Folge würden die Einkommen der Betriebe verringert, das Nahrungsangebot für Insekten verkleinert und die Abhängigkeit von Proteinimporten vergrössert.

Umsetzung wäre ein fataler Schlag

Laut FOP würden rund 500’000 t Rapskuchen weniger erzeugt. Zudem müssten 230’000 t Diesel zusätzlich importiert werden. Der Verband erinnerte in dem Zusammenhang an den französischen Proteinplan, der insbesondere die Abhängigkeit von Importen bekämpfen solle.

Für dessen Umsetzung wäre der Verlust von Phosmet ein „fataler Schlag“. Die Landwirte seien bereit, den Plan zu unterstützen und sich auch den Herausforderungen eines ökologischen Wandels zu stellen. Dies dürfe aber nicht zu Lasten der Einkommen gehen und setze auch den Zugang zu angemessenen Produktionsmitteln voraus. 

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