16.07.2017 20:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
308 Hektar neue Rebflächen
Die Winzer in Deutschland erhalten im Antragsjahr 2017 Pflanzrechte für insgesamt 308 ha neue Rebflächen. Wie die dafür zuständige Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilte, sind bis zum Fristende am 1. März 2017 insgesamt 2'354 Anträge aus dem gesamten Bundesgebiet über eine Flächenausweitung von zusammen 705 ha eingegangen.

Von den Anträgen waren letztlich 2 279 genehmigungsfähig, davon stammten allein 73 % aus Rheinland-Pfalz, gefolgt von 19 % aus Baden-Württemberg und 5 % aus Bayern. Wer wie viel zusätzliche Anbaufläche erhalte, richte sich in erster Linie nach der Steillage der beantragten Anbauflächen, erläuterte die BLE.

Erste Priorität hätten Lagen mit über 30 % Gefälle, dann folgten solche mit 15 % bis 30 % Hangneigung. Im bundesdeutschen Weinland Nummer eins, Rheinland-Pfalz, wurden von den dort insgesamt beantragten 482,50 ha mit 186,35 ha rund 39 % der Neuanpflanzungen genehmigt. In Baden-Württemberg war es mit 50,52 ha fast die Hälfte aller beantragten Pflanzrechte.

Bepflanzung muss innerhalb 3 Jahre erfolgen


Die Winzer in Bayern können ihr Produktionsareal um 28,54 ha erweitern, während es in Sachsen und Sachsen-Anhalt jeweils rund 11 ha sind. Das Saarland bildet mit 0,3 ha genehmigter Zusatzfläche das Schlusslicht. Wie die BLE weiter mitteilte, können Winzer, die weniger als die Hälfte der beantragten Fläche erhalten haben, innerhalb eines Monats ihren Verzicht erklären.

Andernfalls müsse die Bepflanzung innerhalb von drei Jahren nach einem positiven Bescheid erfolgen. Dies gelte auch für die übrigen erfolgreichen Antragssteller. Die Genehmigungsbescheide sollen der Bundesanstalt zufolge bis zum 31. Juli versendet werden. Sofern in dem Dreijahreszeitraum eine Anpflanzung nicht oder nicht richtig erfolgt, kann dies mit einer Geldbuße bis zu 20 000 Euro geahndet werden. Zuständig für die Kontrollen in den Anbaugebieten sind die jeweiligen Landesbehörden. 

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