Montag, 17. Januar 2022
01.05.2017 15:59
Thurgau

Bauern verlieren Kirschenplantagen

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Der Frost hat in den vergangenen zwei Wochen zu massiven Schäden in landwirtschaftliche Kulturen geführt. Heftiger Schneefall hat am Freitagmorgen in Egnach TG bei Romanshorn Kirschenplantagen auf einer Fläche von 10,45 Hektaren zerstört.

Diesen Tag wird Landwirt Werner Gsell wohl nie mehr vergessen. Binnen weniger Stunden hat der schwere Schnee die Aufbauarbeit von zwölf Jahren zerstört.

4000 Bäume verwüstet

In Egnach TG hat es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wie in vielen Regionen der Schweiz tüchtig geschneit. Der nasse und schwere Schnee machte seine Kirschenplantage platt. Rund 4000 Bäume wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Da die Bäume bereits in der Blüte standen, hatte er Hagelschutznetze darüber gespannt. Gsell hatte sich aber auf den Schneefall vorbereit und 35 Helfer aufgeboten. «Diese haben über Nacht den Schnee von den Schutzplanen abgeschüttelt», sagt Werner Gsell gegenüber Radio FM1. Am Freitagmorgen um 6.30 Uhr gaben sie das Unterfangen auf.

Bäume und Ernte nicht versichert

«Zwischen 8 und 9 Uhr sind die Beton-Stützpfeiler der Wetterschutzanlagen zusammengekracht und der Schnee hat die Kirschbäume unter sich begraben», so Gsell. Die Höhe des Schadens kann er noch nicht abschliessend abschätzen. Die Schutzkonstruktion für die Fläche von 4,5 Hektaren schlägt mit rund 300’000 Franken zu Buche. Diese ist aber nicht zu Neuwert versichert.

«Ob alle Kirschbaum-Stämme zerbrochen sind, weiss ich noch nicht», führt Gsell gegenüber Radio FM1 weiter aus. Weder die Kirschbäume noch die Ernte ist versichert. Gsell musste bereits im Jahr 2007 einen schweren Schlag hinnehmen. Seine Apfelbäume waren von Feuerbrand befallen. Er musste sie roden.

Zivilschutz in Einsatz

Auch sein Nachbar Konrad Huber hat durch den Schnee massiven Schaden erlitten. Bei ihm müssen auf einer Fläche von 6 Hektaren die Schutzkonstruktionen entsorgt werden. Dabei können sie erneut auf die Hilfe des Zivilschutzes zählen. Bereits am Wochenende standen erste Helfer im Einsatz.

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