24.05.2018 16:04
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Hanf
Chance für Bauern?
Der Bundesrat will den Anbau und Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken ermöglichen. Er beantragt dem Parlament, eine Motion von Nationalrätin Christa Markwalder (FDP/BE) anzunehmen.

Markwalder möchte den Bundesrat lediglich beauftragen zu prüfen, wie mit geltendem Recht Export-Gesuche bewilligt werden könnten. Gemäss dem Bundesrat steht jedoch fest, dass das geltende Betäubungsmittelrecht dies nicht zulässt.

Gesetzesanpassung

Eine Prüfung sei deshalb nicht zielführend, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss. Er sei aber bereit, dem Parlament einen Vorschlag für eine Gesetzesanpassung zu unterbreiten.

Dabei sollen die internationalen Verpflichtungen berücksichtigt werden. Diese sehen gemäss dem Bundesrat strenge Auflagen sowie eine nationale Kontrollstelle für den Anbau und Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken vor.

10'000 Franken pro Are


Markwalder sähe die Gesetzesänderung als Chance für Schweizer Bauern. Sie spricht von einem Zusatzverdienst von etwa 10'000 Franken pro Are. Die Zeit eile, damit die Schweiz diese Chance nicht verpasse, schreibt sie in ihrem Vorstoss. Die beschränkte medizinische Anwendung von Cannabiszubereitungen ist in der Schweiz seit 2011 gesetzlich erlaubt. Auch in anderen Ländern ist die medizinische Verwendung von Cannabis zugelassen, seit 2017 zum Beispiel in Deutschland.

Das Potenzial für den neu entstehenden, weltweiten Markt für Arzneimittel auf Cannabis-Basis werde auf fünfzig bis mehrere hundert Milliarden US-Dollar geschätzt, schreibt Markwalder. Trotz steigender Nachfrage hätten bisher aber nur Kanada, Uruguay und Holland den Export legalisiert. Andere Länder planten diesen Schritt.

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