13.10.2017 08:04
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Graubünden
Churer Spargeln ziehen um
Seit Jahren ist bekannt, dass das Kleinbruggen-Areal in Chur West überbaut werden wird. Auf diesem Areal steht der Hof Schönbühl der Familie Gisler, die für die Churer Spargeln bekannt ist. Bisher wusste man aber nicht, wann der Baustart der geplanten Grossüberbauung sein würde.

Gabriela Gisler wird nächstes Jahr den elterlichen Betrieb übernehmen. Vergangenen Frühling hat sie ihre Ausbildung zur Landwirtin abgeschlossen. Jedoch soll Ende 2018 Schluss sein und Gislers müssen ihren Hof am aktuellen Standort aufgeben. 

Gabriela Gisler ist froh, dass sie nun Gewissheit hat, zu welchem Zeitpunkt mit der Grossüberbauung auf dem Klainbruggen-Areal gestartet wird. Zur Zeitung Südostschweiz sagte sie: «Oft fragten uns die Leute, wann es soweit ist. Andere wiederum meinten, dass es uns schon gar nicht mehr gibt.»

Der Betrieb wird an einem neuen Standort weitergeführt

Seit 1984 führten Cecile und Hanspeter Gisler den Hof Schönbühl, welcher besonders für ihren Spargel bekannt ist. Derzeit plant Tochter Gabriela mit ihren Eltern, wie sie den Betrieb in Zukunft führen wird. Denn das Ende auf dem Kleinbruggen-Areal soll nicht das Ende von Gislers Hof bedeuten.

Die Stadt Chur hat Familie Gisler auf dem Trist-Areal in Chur eine sogenannte «Grundsatzzusicherung» für eine Baurechtsparzelle angeboten, weiss Südostschweiz weiter. Die Verhandlungen mit der Stadt seien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz abgeschlossen.

Neu sollen Goji-Beeren dazukommen

Auf dem neuen Gelände ist ein Gebäude mit Rüst-, Lager-, Kühl-, und Verarbeitungsräumen sowie ein Hofladen geplant. Auf der Parzelle soll zudem eine Maschinenhalle entstehen. Derzeit wird an der Finanzierung gearbeitet und Investoren werden gesucht. Wenn alles soweit ist, sollen im Hofladen Obst, Spargeln und Beeren angeboten werden. Als Ergänzung sind Goji-Beeren geplant. Dies sei eine besonders gesundheitsfördernde Beere, weiss die junge Landwirtin. 

Die Kleintierzucht von Mutter Cecile, wie auch die dazugehörige Pension sollen auch künftig einen wichtigen Bestandteil des Betriebes darstellen. Aufgegeben würde hingegen die Grossviehhaltung auf Ende 2018.


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