12.10.2013 19:47
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold, lid
Gemüse
Der natürliche Muntermacher
Ein charakteristischer Geschmack und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten: Knollensellerie wertet jede Küche auf.

Knollensellerie ist für Schweizer Gemüseproduzenten eines der wichtigsten Gemüse. Mit 14'165 Tonnen lag Sellerie 2012 auf Rang 5 der in der Schweiz meistproduzierten Gemüsesorten. Damit konnte auch praktisch der Gesamtbedarf der Schweizer und Schweizerinnen gedeckt werden, lediglich 97 Tonnen der Knolle wurden importiert.

Geschmack dank Ölen

Schon im alten Ägypten um 1'200 vor Christus war Sellerie bekannt. Er galt damals als Heilpflanze und wurde den Toten als Wegproviant mit ins Grab gelegt. Im antiken Griechenland war der Sellerie ein Zeichen des Triumphs. Auch im Mittelalter behielt der Sellerie sein positives Image, so sagte ihm der berühmte italienische Mediziner Petrus de Crescentiis heilende Wirkung gegen Melancholie nach – sozusagen ein altertümliches Antidepressiva.

In Mitteleuropa durchzusetzen vermochte sich der Sellerie aber erst im 18. Jahrhundert, als er gemeinsam mit der Kartoffel die Pastinake verdrängte. Ob als Salat, gepresst als Saft, als Tee, gebraten, gebacken oder als Suppenbeilage – das Gemüse mit dem charakteristisch würzigen Geschmack kann auf vielerlei Arten konsumiert werden. Den Geschmack hat der Sellerie den darin enthaltenen ätherischen Ölen zu verdanken. Dieser ist übrigens umso stärker, desto feiner die Knolle geschnitten oder gehackt wird.

Verschiedene Formen

Neben dem Knollensellerie existieren auch weitere Sellerieformen: Der Stangensellerie hat eine sehr kleine Knolle, wobei nur die Blattstiele verwendet werden. Schnittsellerie hingegen wird als Gewürzkraut verwendet. Der im Gemüse vorhandene Selleriesalz ist eines der bekanntesten Gewürzsalze und gut als Salzersatz bei kochsalzarmen Diäten geeignet.

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