21.02.2014 09:42
Quelle: schweizerbauer.ch - Michael Wahl, lid
Gemüse
Der vitaminreiche Krauskopf
Erhältlich ist er das ganze Jahr über, am meisten landet er aber im Winter auf dem Teller: Der Wirz.

Wirz ist nach Weiss- und Rotkohl die drittbeliebteste Kohlart. Anders als seine beiden Verwandten bildet Wirz keine fest geschlossenen Köpfe, zudem sind seine hellgelben bis dunkelgrünen, gekrausten Blätter milder und zarter.

Wirz hat das ganze Jahr über Saison. Am gefragtesten ist er aber in den kalten Wintermonaten. Das zu den Kreuzblütlern gehörende Gemüse, welches früher als Armenspeise galt, ist reich an Vitamin C. Daneben enthält es auch B-Vitamine, welche gut für Haut und Nerven sind. Darüber hinaus ist Wirz ein Lieferant von Ballast- und Mineralstoffen.

Allrounder in der Küche

In der Küche ist Wirz vielseitig verwendbar: Kurz gedünstet passt er als Beilage vorzüglich zu Wild, Schweine-, Rind und Lammfleisch. Wirz lässt sich aber auch zu Suppen, Krautwickel oder Roulade verarbeiten. Die feinen Innenblätter schmecken auch als Salat vorzüglich. Wird dem Kochwasser ein Teelöffel Natron beigegeben, ist der Wirz besser verdaulich.

Wirz, der in Deutschland Wirsing genannt wird, wurde im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Ursprünglich stammt er – wie alle Kohlarten – aus dem Mittelmeer-Raum. Nach Deutschland gelangte er aber erst im 18. Jahrhundert.

Tipp

Wirz ist weniger lang haltbar als Rot- und Weisskohl. Im Gemüsefach lässt er sich aber problemlos eine Woche lang lagern. Wirz lässt sich auch einfrieren. Es empfiehlt sich, vorher die Blätter zu schneiden, zu waschen und kurz in Salzwasser zu blanchieren.

Kälteresistentes Gemüse

Wirz ist eine starkzehrende Pflanze. Das bedeutet, dass sie dem Boden reichlich Nährstoffe entzieht. Deshalb bedarf er einer ausreichenden Düngung. Charakteristisch für den Wirz ist seine Frosthärte: Auch Minustemperaturen überlebt die Kohlart unbeschadet.

Der in der Schweiz verkaufte Wirz stammt fast ausschliesslich aus hiesigem Anbau: Im Jahr 2012 belief sich der Konsum auf rund 7'000 Tonnen, davon kamen 96 Prozent aus dem Inland.

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