21.07.2018 09:38
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Rückblick
Die Trauben blühten schön
Im Rückblick "Vor 50 Jahren" geht es um ein geringe Frostschäden und eine gute Traubenblühet.

In Winzerkreisen sagt man mit Recht, die Ernte könne erst mit Sicherheit beurteilt werden, wenn der Wein im Fass liege. Die ersten zwei Voraussetzungen für eine gute Ernte im Rebjahr 1968 sind nun aber erfüllt: Geringe Frostschäden und guter Traubenblühet!

Im ostschweizerischen Weinbaugebiet haben nur einzelnen Gemeinden in Folge von Winterkälteschäden einen schlechten Austrieb der Reben zu verzeichnen; Totalschäden sind auf wenige Lagen beschränkt. In den übrigen Rebbergen wurde der schlechtere Austrieb der Stöcke meist durch den fast durchwegs sehr guten Traubenschuss kompensiert. Auch grössere Spätfrostschäden sind glücklicherweise nicht zu verzeichnen. 

In den meisten Rebbergen setzte das Blühen nach Mitte Juni zunächst nur zögernd ein. Die zeitweise doch recht kühle Witterung hemmte die Entfaltung der Gescheine. Gelegentlich verursachte sie auch Blatt-Chlorose. In der letzten Juniwoche setzte dann aber fast schlagartig der volle Blühet ein und erfüllte die Rebgelände mit dem feinen Duft blühenden Weines. Die sehr warme Witterung bewirkte ein sehr rasches Aufblühen und, soweit man bis jetzt beurteilen kann, einen normalen Beerenansatz. Es hat sich neuerdings bestätigt, dass bei den Reben Sonne und Wärme die Folgen vorausgegangener Schlechtwetterperioden rasch zu korrigieren vermögen. 

Der derzeitige Stand der Reben kann, abgesehen von einzelnen Ausnahmen, als gut und vielversprechend bezeichnet werden. Das ist umso erfreulicher, als der Verkauf der vorangegangenen Jahrgänge sehr gut lief.

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