29.07.2016 12:16
Quelle: schweizerbauer.ch - Korinna Lindemann, lid
Beeren
Die Trend-Frucht
Heidelbeeren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Boom-Frucht hat von Juli bis September Saison.

Der römische Schriftsteller Plinius behauptete, dass die blaue Beere im Altertum für das Färben von Sklavenkleidern genutzt wurde. Heute ist die Beere im Trend. Während im Jahre 2010 die Anbaufläche noch 45,8 Hektaren betrug, liegt sie in diesem Jahr bei 81,3 Hektaren.

Anspruchsvoller Anbau

Der Konsum von Heidelbeeren nimmt seit 20 Jahren zu. Bei den sinkenden Milchpreisen stellt die Beere bei den Bauern ein grosses Potential dar.

Der Anbau der Heubeere, wie sie hierzulande ebenfalls genannt wird, gestaltet sich nicht ganz einfach. Damit sich die Beere wohlfühlt, sollte der Boden humos, locker und sauer sein. Optimal eignen sich Moorböden dafür. Daher muss der Landwirt für die Kultivierung dieser Beere oftmals die Umgebung anpassen.

Kein Europäer

Die schweizerische Kulturheidelbeere stammt nicht wie oftmals angenommen von der europäischen Sorte ab. Ihr Ursprung liegt in der nordamerikanischen Wildform. Sie ist etwas milder und grösser als der heimische Waldgenosse. Aufgrund des blauen Farbstoffes färbt die Wildheidelbeere die Lippen und Zunge blau ein. Dies geschieht bei der grösseren und süsseren Kulturheidelbeere nicht, da sie helles Fruchtfleisch besitzt.

Die Heidelbeere enthält wertvolle Fruchtsäuren und Mineralstoffe wie Eisen, Gerbstoffe und viele Vitamine. Aufgrund der hohen Menge an Gerbsäure findet sie in der Volksmedizin Beachtung. Getrocknete Heidelbeeren sollen gegen Darmerkrankungen helfen.

Tipp

Waldheidelbeeren reifen ab Juni. Es besteht jedoch Verwechslungsgefahr mit der giftigen Rauschbeere. Achten Sie beim Sammeln darauf, dass Sie die Heidelbeeren sicher erkennen. Ausserdem besteht bei der Waldheidelbeere ein Risiko des Fuchsbandwurms. Sie sollte vor dem Verzehr auf 70°C erhitzt werden. Die Kulturheidelbeere kann roh gegessen werden.

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