Freitag, 27. Januar 2023
16.11.2022 10:30
Obst

Dieser Apfel feiert  20 Jahre Anbau in der Schweiz

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Von: mgt/blu

Pink Lady feiert Jubiläum. Die Apfelsorte gibt seit 20 Jahren aus Schweizer Anbau im Detailhandel. Die Sorte stammt eigentlich aus Australien. Heute stammen Pink Ladys im Schweizer Handel fast zu 100 % aus Schweizer Ernte.

Die Äpfel gedeihen nur in speziellen Gebieten mit einem fruchtbaren Boden und bei guten Witterungsverhältnissen. «Pink Lady ist im Anbau sehr anspruchsvoll», sagt Martin Ammann, Einkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung von Tobi Seeobst. Die Bauern hätten eine Abnahmegarantie und würden für die Sorte einen besseren Preise erhalten. Bei der Pink Lady handelt es sich um eine Clubsorte. Gemäss Obstverband handelt es sich meist um neugezüchtete Sorten, die von einer begrenzten Zahl Produzenten (dem «Club») unter eigenen Markennamen verkauft werden. Eine Clubsorte unterliegt einer zentralen Qualitäts-Kontrolle.

Der Apfel ist die älteste kultivierte Frucht und die einzige, die das ganze Jahr aus der Schweiz erhältlich ist. Mit einer Anbaufläche von 3’806 Hektaren bildet sie die grösste Obstkultur der Schweiz. Pink Lady blüht im Frühling als erste Apfelsorte und wird im Spätherbst als letzte geerntet. In der Schweiz wird die Sorte vor allem in den Kantonen Waadt und Wallis angebaut. Die Anbaufläche lag 2020 bei 100 Hektaren. 2022 waren es 4 Hektaren, 2010 betrug die Fläche 57 Hektaren. 

Heute stammen die Äpfel im Schweizer Handel fast zu 100 % aus Schweizer Ernte.  Die Pink Ladys aus Schweizer Anbau erkennt man am Schweizer Kreuz auf dem Pink Lady-Sticker. Zum 20-Jahr-Jubiläum gibt Pink Lady als Geschenk gratis eine Rezeptsammlung der besten Pink Lady-Rezepte heraus. Die Sammlung enthält rund 90 Rezepte von bekannten und weniger bekannten Rezept-Autoren.

Pink Lady entstand durch eine Zufallskreuzung zwischen den Sorten Lady Williams und Golden Delicious im Jahr 1973 in Westaustralien. Der Apfel verfügt über einen ausgewogenen Zucker-Säuregehalt und einen aromatischen Geschmack. Heute ist Pink Lady bei Coop, Migros und anderen Detailhändlern in der Schweiz erhältlich. «Wir sind dankbar für die langjährige Treue der Grossverteiler und Distributionspartner», sagt Hansruedi Gallmann, Verkaufs- und Marketingleiter bei Tobi Seeobst. Wie bei allen anderen Äpfeln in der Schweiz gelten neu auch für Pink Lady die Vorgaben des Branchenprogramms «Nachhaltigkeit Früchte». 

Die Pink Lady unterliegt als Clubsorte dem Sortenschutz. Das bedeutet, dass die Eigentumsrechte an der Sorte einem Sortenschutzinhaber respektive einer Inhaberin gehören. «Produzenten und Produzentinnen, die eine Clubsorte anbauen und somit Teil des exklusiven Clubs sein möchten, müssen mit dem Inhaber einen Vertrag für den Anbau und die Abnahme der Früchte abschliessen und Lizenzgebühren bezahlen», erklärt Silke Raffeiner, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. Kritiker und Kritikerinnen bemängeln, dass Clubsorten ältere Apfelsorten im Handel und folglich auch im Anbau zunehmend verdrängen.

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