29.09.2015 14:25
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold, lid
Ernährung
Ein Leichtgewicht punkto Kalorien
Sauerkraut ist seit Jahrtausenden bekannt. An Popularität eingebüsst hat es bis heute nicht.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Sauerkraut zu kochen. Sauerkrautsuppen, Sauerkraut-Apéros und gar Schokoladenkuchen mit Sauerkraut sind Möglichkeiten. Oder dann natürlich die altbewährte und beliebte Berner Platte. Der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) hat dazu eigens einen neuen Rezeptflyer geschaffen.

Vom Feld auf den Teller

Schon bevor es gekocht wird, hat das Sauerkraut einige Stationen hinter sich. Ende April werden die ersten Kabis-Setzlinge gepflanzt, aus denen dann innert rund 3 Monaten Kabisköpfe von 5 bis 8 Kilo heranwachsen. Mitte Mai werden dann Spätsorten gesetzt, die 120 bis 140 Tage benötigen, bis sie geerntet werden können. Ist der Kabis reif, gehts in die Fabrik, wo der Strunk ausgebohrt und der Kabis in Streifen geschnitten wird.

Bei der Produktion von Sauerkraut wird der Weisskabis dann durch Milchsäurebakterien gegärt. Die Bakterien sind in der Luft und im Kabis vorhanden, so dass der Gärprozess vollkommen natürlich verläuft, lediglich etwas Salz wird beigegeben. Der geschnittene Kabis gärt je nach Temperatur unterschiedlich lange in grossen Silos, bevor er roh oder gekocht abgepackt wird.

Tipp

Rohes Sauerkraut lässt sich kühl gelagert bis sechs Monate aufbewahren. Pasteurisiertes Kraut ist hingegen gar bis 18 Monaten haltbar. Grundsätzlich sollte Sauerkraut dunkel gelagert werden, da es empfindlich auf Licht reagiert.

Seit Jahrtausenden bekannt

Das fertige Sauerkraut enthält nicht nur alle gesunden Inhaltsstoffe des Kabis, es ist darüber hinaus ein Leichtgewicht punkto Kalorien und somit ideal für Linienbewusste. Rund ein halbes Kilo pro Jahr wird pro Kopf in der Schweiz verspeist.

Erfunden worden sein soll die saure Speise schon vor mehr als 2'000 Jahren. So stand Sauerkraut bereits bei den Römern und Griechen auf dem Speiseplan und auch der berühmt-berüchtigte mongolische Herrscher Dschingis Khan soll das Kraut mit Genuss verspeist haben.

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