30.06.2016 14:46
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Beeren
Eine Beere, die keine ist
Zum heissen Wetter passen die süssen Himbeeren perfekt. In der Schweiz dauert die Saison von Juli bis Anfang September.

In der Schweiz werden Himbeeren auf 150 Hektaren angebaut. Das Hauptanbaugebiet liegt mit 60 Hektaren in der Ostschweiz. 2015 wurden 1'350 Tonnen Schweizer Himbeeren geerntet, was unter den Beeren Rang 2 nach der Erdbeere bedeutet.

Keine Beere

Dass die Himbeere verführerisch schmeckt, mag wohl kaum einer abstreiten. Ihre Bezeichnung als Beere hingegen muss man ihr aus botanischer Sicht aberkennen. Denn streng genommen ist die Himbeere keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht. Das heisst, aus den zahlreichen Blütenblättern entwickelt sich jeweils eine Steinfrucht, die sich, wenn sie reif ist, als Ganzes ablöst.

Wirkliche Beeren dagegen bilden sich nur aus einem Fruchtknoten und enthalten normalerweise mehrere Samen pro Frucht. Die Himbeere ist laut Botanik also keine Beere, Bananen, Gurken und Tomaten hingegen schon.

Hart im Nehmen

Die Rubus idaeus, wie die Frucht mit lateinischem Namen heisst, wird in Sommer- und Herbsthimbeeren unterteilt. Sommerhimbeeren tragen ihre Früchte von Mitte Juni bis Ende Juli an Trieben, die im Vorjahr gebildet haben. Bei den Herbsthimbeeren wachsen die Früchte an Trieben, die sich im selben Jahr gebildet haben und von Ende Juli bis Ende September geerntet werden.

Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit blüht die Himbeere vom klimatisch rauen Alaska bis in heisse Gebiete Südostasiens. In unseren Wäldern trifft man die Himbeere häufig in wilder Form an. Weil ihr Anbau verhältnismässig einfach ist, wird sie auch gerne in Privatgärten angebaut.

Tipp

Weil Himbeeren nach der Ernte nicht nachreifen, werden sie am besten direkt verzehrt. Wer sie aufheben möchte, sollte sie möglichst kühl lagern. Auch zum einfrieren eignen sie sich gut.

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