5.05.2017 13:16
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Frost
Frost: Wallis will Bauern helfen
Zur Unterstützung der Walliser Landwirtschaftsbetriebe, die mit den Folgen des starken Frühlingsfrostes zu kämpfen haben, hat der Kanton Wallis eine interne Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese untersucht weitere Lösungen, um die bestehenden Unterstützungsmassnahmen zu ergänzen.

Priorität hat die Einrichtung einer Bürgschaft durch den Kanton, die es den stark betroffenen Betrieben ermöglicht, bei den Banken entsprechende Darlehen zu erhalten. Daneben stehe auch eine Verbesserung der Infrastrukturen zur Frostbekämpfung zur Diskussion oder ein Rahmenkredit zusätzlich zum ordentlichen Budget, teilte der Kanton Wallis am Freitag mit.

Die bestehenden Massnahmen seien breit angelegt, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Zu ihnen zählen Hilfskredite für die Betriebe oder finanzielle Unterstützung zur Erneuerung des Pflanzenkapitals. Die kantonale Dienststelle für Landwirtschaft steht den Landwirten ebenfalls zur Seite, um sie bei Fragen zur Pflege von spätfrostgeschädigten Reben oder Bäumen zu beraten.

Der Frost, der das Wallis zwischen dem 18. und 21. April heimsuchte, hat insbesondere die Rebberge und die Aprikosenbäume in den Hanglagen stark getroffen. Allerdings sind die Regionen und Betriebe sehr unterschiedlich betroffen.

Einige Landwirte müssen mit hohen Gewinneinbussen oder gar Totalverlusten rechnen und und mit zusätzlichen Ausgaben, da sie ihre Kulturen bearbeiten oder neue pflanzen müssen, um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten. Wie schlimm die Folgen effektiv ausfallen, wird sich allerdings erst bei der Einschätzung der Ernte zeigen.

Zur internen Arbeitsgruppe des Kantons gehören auch Vertreter der Walliser Landwirtschaftskammer (LWK), des Branchenverbands der Walliser Weine (BWW) sowie der Walliser Obst- und Gemüse-Branchenorganisation (IFELV).

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