6.06.2014 14:44
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingols, lid
Früchte
Gutes Kirschenjahr erwartet
Dieses Jahr dürfte die Kirschenernte gut bis sehr gut ausfallen: Der Schweizer Obstverband (SOV) rechnet mit einer Ernte von gut 2500 Tonnen Tafelkirschen. Dies wäre deutlich mehr als in den beiden letzten Jahren - aber weniger als im Spitzenjahr 2011.

In der Schweiz wird dieses Jahr mit einer guten Kirschenernte gerechnet. Die Ernte der ersten Frühsorten hat bereits begonnen. Mit den grössten Erntemengen wird zwischen Mitte Juni und Mitte Juli gerechnet. In der Klasse Premium geht die Vorernteschätzung des Schweizer Obstverbandes (SOV) von 701 Tonnen Kirschen aus (2013: 600 t) und in der Klasse Extra wird mit 1'295 Tonnen (2013: 790 Tonnen) gerechnet.

80 Prozent der Ernte grossfruchtig

Die grossfruchtigen Kirschen machen damit rund 80 Prozent der Tafelkirschenmenge aus. Sie sind wegen der Grösse und des Geschmacks nicht nur besonders beliebt bei den Konsumenten, sondern stellen auch die Produzenten vor Herausforderungen, denn bereits Regen kann die saftigen und prallen Kirschen zum Platzen bringen. Damit dies nicht geschieht, werden die Kirschbäume oft einige Wochen vor Erntebeginn mit Plastikfolie abgedeckt.

Kirschen der Klasse 1 kommen voraussichtlich 549 Tonnen in den Handel (2013: 254 Tonnen). Insgesamt wird damit in der Vorernteschätzung von 2'545 Tonnen Tafelkirschen ausgegangen. Und auch die Brenner können sich voraussichtlich nicht beklagen: Nach zwei äusserst schwachen Jahren wird dieses Jahr mit einer guten Menge zwischen 4'000 und 4'500 Tonnen Brennkirschen gerechnet.

Tipp

Beim Kauf sollte man beachten, dass bei den Kirschen die Stiele noch enthalten sind. Denn dadurch wird das Eindringen von Bakterien oder Pilzen erschwert, was die Haltbarkeit verlängern kann. Früchte mit kleinen Mängeln sollten sofort aussortiert werden.

Kleinasien als Heimat

Die Heimat der Kirsche liegt im Kaukasus und in Kleinasien. Der römische Feldherr Lucullus brachte die Kirschen um die Jahrtausendwende nach Rom, von wo sie – ebenfalls durch die Römer – in unsere Breitengrade gelangten.

Kirschen kann man nicht nur roh essen, aus ihnen lassen sich auch Konfitüren, Gelees, Saft, Sirup, köstliche Desserts und hochprozentiger Schnaps herstellen.

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