20.02.2018 12:00
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Hülsenfrüchte auf Vormarsch
Die Produktpalette von hülsenfruchthaltigen Lebensmitteln in Europa ist zwischen 2013 und 2017 spürbar gewachsen. Wie die Universität Hohenheim stieg die Menge an Produkten auf Basis von Körnerleguminosen am Markt in diesem Zeitraum um 39 %.

Innerhalb der verschiedenen Produktkategorien hätten vor allem Fleischersatzprodukte zugelegt, und zwar um 451 %. Das Sortiment an Nudelgerichten mit Hülsenfrüchten wuchs auf das Dreifache und Snacks aus Bohnen legten auf mehr als das Doppelte zu.

Innerhalb Europas war Grossbritannien nach Angaben der Hochschule mit einem Plus von 19 % neu eingeführter Lebensmittel in diesem Bereich der Spitzenreiter, gefolgt von Frankreich mit 14 % und Deutschland mit 13 %.

Anteil an grünen Bohnen sinkt

Weltweit seien innerhalb der Vierjahresspanne 27'058 neue Produkte auf den Markt gekommen, die Hülsenfrüchte enthielten. Wesentlich zu dem Gesamtwachstum beigetragen habe das 2016 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ausgerufene Jahr der Hülsenfrüchte, zitierte die Universität Hohenheim die beteiligten Forscher.

Auch bei der Verarbeitung gab es laut Hochschule Verschiebungen. Zwar hätten grüne Bohnen Mitte 2017 noch immer den grössten Mengenanteil eingenommen. Dieser sei gegenüber 2013 aber um fast ein Viertel gesunken.

Körnerleguminosen haben Potential

Kichererbsen hätten dafür um etwa die Hälfte und Linsen um 8 % hinzugewonnen. Wissenschaftler aus Hohenheim hätten mit Kollegen aus Portugal ausserdem gezeigt, dass der Anbau von Körnerleguminosen in Europa grosses Potential habe, so die Universität.

Um die gesteigerte Nachfrage mit heimischen Rohstoffen zu decken, müsse er aber ausgeweitet werden. 

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