23.06.2017 17:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Infrastrukturen gegen Frostschäden fördern
Die Walliser Kantonsregierung hat am Freitag als Reaktion auf die Frostschäden vom April weitere Massnahmen vorgeschlagen. Sie beantragt beim Grossen Rat einen Rahmenkredit über 32,5 Millionen Franken.

Bereits unmittelbar nach den Frostschäden wurde eine erste Serie an Massnahmen ergriffen, um die betroffenen Unternehmen kurzfristig zu unterstützen, wie der Kanton Wallis am Freitag mitteilte. Dazu gehörten unter anderem Hilfskredite und finanzielle Unterstützung zur Erneuerung des Pflanzenkapitals.

Der Walliser Staatsrat beschloss nun auch langfristige Massnahmen. Diese sollen vor allem bessere Infrastrukturen zur Frostbekämpfung schaffen sowie Liquiditätsengpässe in den betroffenen Betrieben vermeiden. Viele Weinbauern versuchten ihre Reben mit Kerzen oder Gasheizkörpern zu schützen. Diese erwiesen sich jedoch als unwirksam. Auch zahlreiche Obstbaubetriebe mussten in diesem Jahr feststellen, dass ihre Besprengungssysteme mangelhaft waren.

Eine bessere Besprengung mit Wasser wird auch vom Bund unterstützt, der Anteil des Kantons liegt bei 12,6 Millionen Franken. Der Kanton Wallis will zudem einen Fonds über 10 Millionen Franken für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen bereitstellen.

Das soll in der Form von Bankbürgschaften erfolgen, die vom Bürgschafts- und Finanzzentrum gewährt werden sollen. Auf nationaler Ebene kündigte bereits der Fonds für die Hilfe bei nicht versicherbaren Elementarschäden Unterstützungen an. Unter welchen Kriterien Beiträge gesprochen werden, wird Ende Juni bekannt gegeben.

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