18.08.2013 12:51
Quelle: schweizerbauer.ch - Tamara von Allmen, lid
Früchte
Ist jetzt im Trend - die Zwetschge
Sie gehört zu den Klassikern unter den Schweizer Früchten: die Zwetschge. Derzeit bereichert sie wieder unseren Speiseplan.

Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume, der prunus domestica. Sie ist dunkelblau bis violett gefärbt und im Gegensatz zur meist runden Pflaume hat sie eine länglich-ovale Form. Weil die Zwetschge ein festeres Fruchtfleisch hat, eignet sie sich besser zum Transport als ihre süssen Schwestern. Die Römer brachten das Steinobst etwa 150 Jahre vor Christus aus Asien mit.

Elena und Co.

In der Schweiz wird die Zwetschge hauptsächlich in der Nordwestschweiz angepflanzt. Die Zwetschge ist die einzige in ihrer Familie, die hierzulande eine wirtschaftliche Bedeutung hat, denn in unserem Klima gedeiht sie am besten. Pflaumen, Mirabellen und Co. sind eher Nischenprodukte.

Der Schweizer Obstverband rechnet dieses Jahr mit einer Zwetschgenernte von rund 2‘430 Tonnen. Zahlreiche Sorten mit klingenden Namen wie Fellenberg, Cacaks Schöne oder Elena warten darauf, von Herrn und Frau Schweizer verspeist zu werden. Rund 1 Kilo Zwetschgen wird pro Kopf im Jahr konsumiert.

Tipp

Zwetschgen reifen nach der Ernte nicht nach und entwickeln auch ihr Aroma nicht weiter. Deshalb sollte schon beim Kauf auf eine kräftige Farbe und weiches Fruchtfleisch geachtet werden.

Süsse Powerfrucht

Zwetschgen finden in unserer Küche eine vielseitige Verwendung. Natürlich lassen sich die süssen Früchtchen direkt ab Stein verzehren und sind somit ein wunderbarer Snack. Durch ihren grossen Fruchtzuckergehalt eignet sich die Zwetschge aber auch bestens zum Einmachen, etwa zu süss-saurem Kompott oder Konfitüren. Vor allem als Dessert, mit Zimt verfeinert, entfaltet sich ihr Aroma auf unvergleichliche Weise.

Zwetschgen sind reich an Provitamin A und Vitamin B und sorgen so für einen guten Nährstoffhaushalt. Die vielen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung, besonders getrockneten Zwetschgen wird diese Wirkung nachgesagt. Mit ihrem hohen Anteil an leicht verdaulichen Kohlenhydraten eignen sie sich ausserdem bestens als Sportler-Snack.

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