5.11.2015 14:07
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Obst
Neue Obstsorte begeistert
Per Zufall wurde die neue Obstsorte in den 90er-Jahren entdeckt. Die Aprikosenmirabelle hat sich mittlerweile zum Verkaufsschlager gemausert. seltener

Zufällig wurde 1994 in der Forschungsanstalt Giesenheim (D) ein ungewöhnlicher Sämling entdeckt. Die Natur selbst hatte eine Zufallskreuzung aus einer unbekannten Pflaume und der «Mirabelle von Herrenhausen» zuwege gebracht und beschert Obstliebhabern damit eine neue Frucht: die Aprikosenmirabelle Aprimira. Sie erinnere optisch an eine kleine, rosagelbe Zwetschge, schreibt proplanta.de.

«Die Aprimira beschert uns seit fünf Jahren regelmässig eine überreiche Ernte», schwärmt Hubert Siegler von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim (D). «Der Baum ist gesund, und die Früchte schmecken aromatisch süss.» Die Aprimira sei sowohl für den Hausgarten als auch für den Erwerbsobstanbau geeignet.

«Blütenfröste, die bei Pfirsich und Aprikose ein hohes Risiko darstellen, treffen die Aprimira deutlich seltener», sagt Siegler gemäss dem Onlineportal. Die Ernte erstrecke sich von Mitte August bis Mitte September. Das Fruchtfleisch löse sich problemlos vom Stein und bringe es vollreif auf süsse 120 Grad Öchsle. «Damit ist die Aprimira neben dem Frischverzehr gut geeignet für das Zubereiten von Kuchen, Fruchtaufstrichen, Likören, Kompotten und Bränden», so der Versuchsingenieur.

Der robuste Baum toleriert die gefährliche Scharka-Krankheit und ist nicht anfällig für Monilia. Blütenfröste, die bei Pfirsich und Aprikosen ein hohes Risiko darstellen, treffen die deutlich seltener auf.

Aprikosenmirabelle

Schwach bis mittelstark wachsender Baum, der 3 bis 4 Meter hoch wird. Tolerant gegenüber Pilz- und Insektenbefall. Die Blüte setzt früh ein, der Ertrag ab Mitte August ist hoch. Das feste, orangegelbe Fruchfleisch schmeckt aromatisch und würzig mit ausgeprägtem Aprikosenaroma.

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