Donnerstag, 28. Januar 2021
28.07.2017 14:56
Frankreich

Obst und Gemüse werden knapp

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Von: AgE

Vor einer möglichen Knappheit an Obst und Gemüse hat die Organisation der Familienbetriebe (MODEF) in Frankreich gewarnt. Wie deren Vizepräsident Raymond Girardi vergangene Woche erklärte, kann das Land aktuell nur noch 60 % des eigenen Bedarfs an Obst und Gemüse decken.

Dies betreffe insbesondere Eckpfeiler der französischen Produktion wie Tomaten, Kartoffeln und Äpfel, aber auch Melonen, Pfirsiche und Nektarinen. Noch vor 50 Jahren habe Frankreich Obst und Gemüse exportiert und sich weitgehend selbst versorgt, hob Girardi hervor.

Heute stehe das Land vor der Unterversorgung. Sollte der internationale Handel gestört werden, würden sich dem Vizepräsidenten zufolge angesichts der Bedeutung der Importe Lücken in den Regalen der Lebensmittelhändler auftun und die Versorgung wäre eingeschränkt. Deshalb müssten die Konsumenten über diese Probleme informiert werden. Ursache dieser Entwicklung ist nach Ansicht von Girardi die sinkende Zahl landwirtschaftlicher Betriebe infolge niedriger Produzentenpreise.

Die Agrarpolitik, die seit der Einführung des gemeinsamen Marktes umgesetzt werde, habe „in diese Sackgasse geführt“. Das zugrundeliegende wirtschaftliche Modell habe die Selbstversorgung mit Lebensmitteln und die Unabhängigkeit „ruiniert“ und müsse überdacht werden, forderte der Vertreter der Familienbetriebe. Ein Land, das nicht ausreichend Lebensmittel produziere, habe eine grundlegende Freiheit verloren. Es sei daher notwendig, die Entwicklung umzukehren und den französischen Landwirten wieder einträgliche Preise und ein annehmbares Einkommen zu ermöglichen.

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