25.08.2014 11:24
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Weinbau
Regen: Reben machte verregneter Sommer nichts aus
Die Reben haben nicht unter dem verregneten Sommer gelitten und präsentieren sich derzeit in einem guten Zustand. Gegenüber dem Jahrgang 2013 weisen sie sogar einen Vegetationsvorsprung von sieben bis zehn Tagen auf. Entscheidend für die Qualität wird aber der September sein.

Seit 1925 werden im Beobachtungszentrum Pully VD der Forschungsanstalt Agroscope Daten zu den Casselas-Trauben erhoben. Der Zustand der Reben ist dort derzeit sehr gut, sagte der Verantwortliche, Jean-Laurent Spring, am Montag der Nachrichtenagentur sda.

Der Regen im Juli habe die Rebbauern sicher herausgefordert: Sie hätten sehr vorsichtig sein müssen. Es seien aber keine Krankheiten oder vermehrte Fäulnis aufgetreten. Und auch der Hagelschlag sei im Vergleich zum Vorjahr eher punktuell gewesen und habe keine grossflächigen Schäden angerichtet.

Dank dem warmen und schönen Frühling hätten die Reben bis Anfang Juli sogar einen Vorsprung von 15 bis 20 Tagen gegenüber dem Vorjahr gehabt. Wegen des verregneten Monats Juli sei dieser Vorsprung nun auf sieben bis zehn Tage geschmolzen. «Wir hoffen nun auf einen möglichst schönen und sonnigen September», sagte Spring. Denn für die Qualität der Weintrauben sind die letzten 30 bis 40 Tage vor der Ernte entscheidend.

Wenn der Vegetationszustand der Reben mit der Referenzperiode der letzten 30 Jahre vergleichen werde, die wegen des Klimawandels sehr warm gewesen seien, so liege das Jahr 2014 etwa im Mittel oder wenige Tage zurück. Im Vergleich zur langjährigen Periode der letzten 90 Jahre wiesen die Reben in diesem Jahr eher einen leichten Vorsprung auf.

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