9.08.2019 09:16
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt/blu
Früchte
Sehr gute Zwetschgen-Ernte erwartet
In diesen Tagen hat mit den frühen Hauptsorten «Tegera» und «Cacaks Schöne» die Zwetschgenernte begonnen. Es wird mengenmässig eine sehr gute Saison erwartet.

Gemäss Mitteilung des Schweizer Obstverbandes (SOV) dürften rund 3560 Tonnen geerntet werden. Das sind 12 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Der SOV spricht deshalb von einer sehr guten Ernte. Bei den Brennzwetschgen wird die gesamte Erntemenge dieses Jahr auf rund 2000 Tonnen geschätzt. Die Saison dauert bis Anfang Oktober. Pro Jahr und Person werden rund 1,5 Kilo Zwetschgen konsumiert.

Acht Fakten zur Zwetschge

1. Fellenberg ist die Nummer eins 

In der Schweiz ist die Fellenberg-Zwetschge die wichtigste Sorte. Es ist fast die einzige Zwetschgensorte, die teils unter dem Sortennamen verkauft wird. Andere beliebte Zwetschgen wie Cacaks Schöne oder Dabrovice werden schlicht als Zwetschgen verkauft.

2. Hauptanbaugebiet ist Basel 

Auf über 322 Hektaren werden in der Schweiz Zwetschgen angebaut. Eines der Hauptanbaugebiete ist die Nordwestschweiz. Dort wurden letztes Jahr auf mehr als 60 Hektaren Zwetschgen geerntet.

3. Unterschied von Zwetschgen von Pflaumen 

Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume. Zwetschgen sind länglich, Pflaumen eher gleichmässig rund. Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist prinzipiell fester, als das von Pflaumen und auch der Kern ist länglich. Zwetschgen sowie als auch Pflaumen sind zumeist von einer dünnen weissen Schutzschicht aus natürlichem Fruchtwachs überzogen. Geschmacklich bestehen Unterschiede zwischen Zwetschgen und Pflaumen: Während Zwetschgen einen süss-säuerlichen Geschmack haben, ist das Fruchtfleisch der Pflaumen süsser.

4. Als Frucht oder als Spirituose 

Zwetschgen werden nicht nur frisch verkauft, sondern vielfältige verarbeitet. Ob als Kuchen, Konfitüre, getrocknet oder als Spirituose. Zwetschgen haben ein eher festes Fruchtfleisch, das auch nach dem Erhitzen seine Form behält. Ausserdem lassen sie sich im Gegensatz zu anderen Pflaumensorten leicht entsteinen, da sich der Kern gut vom Fruchtfleisch löst. Aufgrund dieser tollen Eigenschaften sind Zwetschgen hervorragend zum Kuchenbacken geeignet.

5. Wann hat die Zwetschge Saison 

Die Zwetschgensaison dauert in der Schweiz – abhängig vom Wetter – ungefähr von Ende Juli bis Mitte Oktober. Dabei reifen einige Sorten früher, andere später.

6. Woher kommt die Zwetschge 

Ihre ursprüngliche Herkunft kann nicht genau bestimmt werden, vermutlich stammt sie aus dem heutigen Syrien und verbreitete sich von dort über römische Handelswege bis in die Westschweiz.

7. Die Zwetschge als natürlicher Energielieferant 

Die Zwetschge gilt als hervorragende Energiespenderin. Sie enthält zwischen 40 Kalorien und 50 Kalorien pro 100 Gramm. Sie enthält zudem zahlreiche Vitamine.

8. Die blöde Zwetschge

Im Volksmund hat die Zwetschge ein fragliches Image. Sie muss ungerechtfertigterweise für allerlei Schimpfwörter hinhalten. Der Grund dafür ist unerforscht: Wer als Pflaume betitelt wird ist doof. Die Zwätschge ist eine Tussi. Und der Zwätschgechopf ist nach Mundartlexikon ein Betrunkener. 

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