9.09.2013 18:20
Quelle: schweizerbauer.ch - gro/blu
Ölsaaten
Sonnenblumen- und Sojaproduzenten gesucht
Anbauflächen für Sonnenblumen und Soja können noch bis am 4. Oktober angemeldet werden. Dies teilt der Schweizerische Getreideproduzentenverband am Montag in einem Communiqué mit. Die Produzentenpreise der Ernte 2013 wurden aber gesenkt.

Die Rahmenvereinbarung mit den Ölwerken sieht für 2014 eine Menge von 82'000 Tonnen Raps (+ 3000 t gegenüber 2013), 18'000 Tonnen Sonnenblumen (davon max. 12'000 t High-Oleic) und 1'500 Tonnen Soja zur menschlichen Ernährung vor. Weitere rund 2000 Tonnen kommen für den Futtermittelsektor mit anderen Verarbeitern hinzu.

Die Mengen für Raps wurden bereits zugeteilt. Bei den Sonnenblumen gilt es darauf zu achten, dass ausschliesslich Sorten aus zertifiziertem Saatgut angebaut werden dürfen, welche auf der empfohlenen Sortenliste von Swiss Granum aufgeführt sind. Der Anbau von High-Oleic-Sorten unterliegt einem zusätzlichen Vertrag, welcher mit einem Handelspartner abgeschlossen werden muss.

Für die Ernte 2013 sind mehr Sonnenblumenflächen angemeldet worden. Dies sei teilweise auf die schlechten Saatbedingungen anderer Kulturen zurückzuführen. Die Ölwerke wünschen aber noch bedeutend mehr Sonnenblumen. Voraussichtlich wird mit der AP 2014 neu eine Extenso-Prämie für Sonnenblumen eingeführt. Die Stützungsbeiträge des Ölsaatenpools unterstützen die Sonnenblumenpreise ebenfalls. Sie werden für die Ernte 2014 im Verlaufe des Herbsts festgelegt.

In diesem Jahr wurden aber die Preise gesenkt. Das Absinken der internationalen Ölpreise machte den Schweizer Ölsaatenproduzenten einen Strich durch die Rechnung. Die Branchenorganisation Swiss Granum hat die Marktpreise, gestützt auf Angaben von Swiss Olio, für die Ernte 2013 gesenkt.

Obwohl Schweizer Pflanzenöl sehr gesucht ist, die einheimischen Verarbeiter kommen oft nicht an genügend Ware, werden die Preise gesenkt. Grund: Die Notierungen für Raps-, Sonnenblumen- und Palmöl sind am Weltmarkt unter Druck geraten.

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