10.08.2018 15:36
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Thurgau
TG: Minifrüchte wegen Trockenheit
Die Trockenheit macht nun auch den Obstbauern in der Ostschweiz zu schaffen. Weil die Bäume zu wenig Wasser hatten, erreichen die Äpfel und Birnen nicht die gewünschte Grösse.

Landwirt Roman Henauer aus Kesswil TG macht die Dürre grosse Sorgen. Die Früchte auf seiner Birnenplantage sollten zu dieser Jahreszeit viel grösser sein. Doch aufgrund des Wassermangels konnten diese nicht genügend Wasser aufnehmen, berichtet das Onlineportal nau.ch.

Die Birnen legen im August normalerweise zwischen 3 und 4 Millimetern pro Woche zu. «Wegen Wassermangels erreichten sie nun nur maximal 2 Millimeter » erklärt Roman Henauer. Von Grosshandel und Detailhandel werden aber Mindestgrössen verlangt. 

Damit die Früchte diese Vorgaben erreichen, werden Früchte bereits abgelesen. Ein Birnbaum würde um die 150 Früchte tragen. «Weil wir aber zu wenig Wasser haben, haben wir rund 50 Birnen bereits ablesen müssen, damit die Energie wenigstens für die anderen 100 reicht», sagt Landwirt Roman Henauer zu nau.ch.

Damit die Birnenbäume überhaupt noch Wasser erhalten, müssen Henauer und seine Kollegen aussergewöhnliche Massnahmen ergreifen. Doch das ist nicht billig.  Sie holen das Wasser vom Bodensee und wässern so ihre Kulturen. Mit einem Güllefass, das ein Fassungsvolumen von 25'000 Liter aufweist, wird Wasser nach Kesswil TG gebracht. 

Dies reicht aber gerade für zwei Reihen Bäume auf einer Länge von 100 Meter. «Wir bewässern deshalb nur das Nötigste», sagt Roman Henauer. Die Bewässerung aus dem See sei relativ kostenintensiv, er rechne mit ungefähr 400 Franken pro Stunde.

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