17.02.2015 07:28
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Visp: Entwarnung beim Gemüse
Obwohl in 31 Gemüseproben von Gärten aus dem Siedlungsgebiet Turtig erhöhte Quecksilberwerte gefunden wurden, ist der Verzehr nach Angaben des Kantons nicht kritisch für die Gesundheit. Das Wallis gibt allerdings Empfehlungen für die Nutzung von belasteten Privatgärten ab.

Die höchste Quecksilberbelastung wurde bei Mangold gemessen, wie die Walliser Behörden am Montagabend bekanntgaben. Bereits der natürliche Quecksilbergehalt bei Mangold betrage 0,002 mg Quecksilber pro Kilogramm.

12 Kilo Krautstiele pro Woche

Bei den von einem Labor in Bremen (D) vorgenommenen Analysen in Turtig wurden Quecksilbergehalte von 0,002 bis 0,019 mg/kg nachgewiesen. Dies wurde verglichen mit der Dosis Quecksilber, welche ein Mensch innerhalb einer Woche ohne gesundheitliche Beeinträchtigung aufnehmen kann.

Bevor dieser Wert erreicht wäre, müsste eine 60 kg schwere Person bis zu 12 kg Mangold (Krautstiel) pro Woche essen, hielten die Behörden in einem Informationsblatt an die Bevölkerung fest. Nach wie vor gelten zur Nutzung der Privatgärten Empfehlungen und Verbote des Kantons.

Vorsicht bei Kartoffeln, Kopfsalat und Karotten

So dürfen auf Grundstücken über dem Sanierungswert von mehr als 2 mg Quecksilber pro Kilogramm Boden weiterhin keine Früchte und kein Gemüse angebaut werden. Auf den leicht verschmutzten Parzellen mit Werten zwischen 0,5 bis 2 mg/kg soll Gemüse angebaut werden, die wenig Quecksilber aufnehmen.

Dazu gehören unter anderem Auberginen, Tomaten sowie Beeren, Kernobst und Steinobst. Vor dem Essen sollen die Früchte und Gemüse gut gewaschen werden, damit keine belastete Erde aufgenommen wird. Nicht anbauen sollte man hingegen Gemüse wie Kartoffeln, Karotten, Kopfsalat, Mangold oder Spinat, weil diese ein hohes Aufnahmepotenzial für Quecksilber haben.

Bei 41 landwirtschaftlichen Zonen wurde eine Verschmutzung zwischen 0,5 und 20 mg Quecksilber pro Kilogramm entdeckt. Weil der Sanierungswert für landwirtschaftlichen Flächen mit 20 mg Hg/kg zehn Mal höher liegt als jener für das Siedlungsgebiet, wurde nur bei vier belasteten Flächen der Grenzwert überschritten.

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