Montag, 8. März 2021
27.01.2021 11:30
Pflanzenschutz

Unkraut elektrisch bekämpfen: Fenaco kooperiert

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Von: blu

Das Jungunternehmen Crop Zone bekämpft Unkraut mit einer elektrischen Ladung. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird so reduziert. Die Fenaco kooperiert mit den Deutschen und bringt die Methode in die Schweiz.

Die Fenaco hat im vergangenen Jahr angekündigt, die führende Anbieterin im nachhaltigen Pflanzenschutz zu werden. Unter der Marke Agroline werden Alternativen zu chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln entwickelt und eingeführt. Nun kommt eine weitere, nachhaltige Technologie hinzu.

Bei der Bekämpfung von Unkraut geht die Fenaco nun eine Kooperation mit Crop Zone ein. Das deutsche Tech-Start-up bekämpft Unkraut mit einer elektrischen Ladung. Die Pflanzen werden dabei in einem ersten Schritt mit einer leitfähigen Flüssigkeit vorbehandelt. Anschliessend wird das Unkraut gezielt durch eine elektrische Ladung bekämpft.

3 Hektare pro Stunde

Der Energieverbrauch ist gemäss Fenaco so geringer. Zudem hat das Vorgehen gegenüber anderen elektrischen Technologien einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Die Anwendungsbreite beträgt bis zu zwölf Meter. Mit einer Ausbringungsgeschwindigkeit von 4 km pro Stunde können mit der Crop-Zone-Lösung rund 3 Hektare pro Stunde behandelt werden. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) klärt derzeit ab, ob das Verfahren für den biologischen Landbau zugelassen werden kann.

Die Fenaco will das Verfahren nun in der Schweiz einführen und an die hiesigen Bedingungen anpassen. Der Einsatz auf Schweizer Feldern wird wissenschaftlich begleitet. «Zudem haben interessierte Landwirtinnen und Landwirte die Möglichkeit, die neue Technologie unter realen Bedingungen zu testen», schreibt die Fenaco. Die Methode wird erstmals an der Eröffnung der neuen Nützlingsproduktion in Aesch (BL) im Frühjahr 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt.

«Schweiz übernimmt führende Position»

Michael Feitknecht, Leiter Pflanzenbau und Mitglied der Geschäftsleitung bei Fenaco, nimmt Einsitz in den Beirat von Crop Zone und berät das Start-up in strategischen Fragen. «Die Technologie von Crop Zone gibt uns ein neues Werkzeug und verkörpert unseren Grundsatz ‹Kombination ist die neue Innovation›», lässt sich Feitknecht zitieren. Die Schweiz übernehme weltweit eine führende Position, indem sie die Landwirtschaft nachhaltiger mache.

Auch der Chef von Crop Zone, Dirk Vandenhirtz, zeigt sich zufrieden. «Die Fenaco gibt uns einen hervorragenden Zugang zu vielen Landwirtschaftsbetrieben. Die Möglichkeit, unsere Technologien in die Schweiz zu bringen, ist für uns von strategischer Bedeutung», sagt Vandenhirtz.

Über Crop Zone
Die Crop Zone GmbH wurde 2019 gegründet. Sie vereint ein Team in den Bereichen Agrartechnik, Start-Up, Entwicklung, Lizensierung und Zulassung. Ziel von Crop Zone ist es, neue Methoden als Alternative zu konventionellem Pflanzenschutz zu entwickeln und kommerziell anzubieten. Mit derzeit 16 Mitarbeitern entwickelt Crop Zone in Aachen (D) im Verbund mit der Universität RWTH Aachen neuste Methoden und Anwendungen für die Landwirtschaft.

Dazu gehören neben der Erntevorbereitung von Feldfrüchten wie der Kartoffel auch die nicht-pflügende Feldvorbereitung und der Einsatz in Spezial-Kulturen. Derzeit ist die Crop Zone in Holland, Belgien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz tätig. -> Hier gibt es mehr zu Crop Zone

2 Responses

    1. Warum ausgeliefert?
      Weil sich alle andern Player der CH-Landwirtschaft von der Suche nach Innovationen abgemeldet haben.
      Blüemli und Chäferli zählen und dafür DZ einkassieren ist Trumpf!!

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