22.09.2016 06:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Peru
19'000 ha Wald zerstört
Ein Brand im tiefsten Amazonas-Gebiet ist nach Angaben der peruanischen Behörden seit Tagen ausser Kontrolle. Mehr als 19'000 Hektar Regenwald sowie 200 Hektar Ackerland seien bereits zerstört, das Feuer bedrohe zudem Tiere und indigene Völker in dem Gebiet, teilte der peruanische Zivilschutz mit.

Der Brand war am 10. September in der Indigenen-Gemeinde Pitsiquia ausgebrochen und hatte sich rasch weiter ausgebreitet. Das Brandgebiet liegt im schwer zugänglichen Herzen des peruanischen Amazonas, in dem vor allem Stämme der Asháninka leben.

Die Behörden fürchten, der Brand könnte das Schutzgebiet der Asháninka und den angrenzenden Otishi Nationalpark zerstören. «Die Flammen sind bereits in das Schutzgebiet eingedrungen und kommen rasch voran», warnte ein Sprecher des Verwaltungsbezirks Rio Tambo. Das Gebiet umfasst zehn Gemeinden mit rund 5000 Ureinwohnern, diese leben dort weitgehend ohne Kontakt zur Aussenwelt.

Ausgelöst wurde der Brand nach Angaben der Behörden von örtlichen Bauern, die Weideland abfackelten, um Ackerland zu gewinnen. Wegen der anhaltenden Dürre in der Region sei der Brand rasch ausser Kontrolle geraten.

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