Freitag, 3. Februar 2023
29.10.2022 13:57
Waldnutzung

550 Forschende fordern aktive Waldnutzung

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Von: aiz

In einem offenen Brief an die Spitzen der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, Charles Michel und Roberta Metsola, plädieren mehr als 550 Wissenschafterinnen und Wissenschafter weltweit für eine aktive «klima-smarte» Waldbewirtschaftung. 

Die Autoren weisen darauf hin, dass die stoffliche und energetische Nutzung von Holzprodukten einen wesentlichen Beitrag zur Klimapolitik in den EU-Ländern leistet.

Brief unterstreicht Klimaneutralität

Eine ökologisch orientierte nachhaltige Forstwirtschaft, die die Holzmenge konstant hält und den Zuwachs für Holzprodukte und Energie nutzt, ist klima-smart, heisst es in dem Schreiben. Die Liste der Unterzeichner des Briefes reicht von Wissenschafter in Australien über Kanada bis hin zu Norwegen und Südafrika. Besonders waldreiche Länder wie Schweden, Finnland, Deutschland oder Slowenien sind stark vertreten. 

In ihrem Brief halten die Wissenschafter auch fest, dass Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern CO2-neutral ist. Da im Wirtschaftswald die Bestandesdichte durch Waldpflegemassnahmen reguliert wird, wird das Freisetzen von Kohlenstoff durch Naturkatastrophen oder natürliche Konkurrenz zwischen den einzelnen Bäumen vermindert.

Klima-smarte Forstwirtschaft fördert Wald

Die Entnahme von Einzelbäumen bei Durchforstungen wird durch den Zuwachs des verbleibenden Bestandes kompensiert. Auf Landschaftsebene gibt es daher keine «Kohlenstoffschuld», lautet die Schlussfolgerung der Wissenschafter.

Laut Erstautor Professor Roland Irslinger verbindet der Begriff «Klima-smarte Forstwirtschaft» Klimaziele mit aktiver Waldbewirtschaftung: «Klima-smarte Forstwirtschaft bedeutet mehr als reine Kohlenstoffspeicherung im Wald. Es ist eine Waldbaustrategie, die gleichzeitig Treibhausgasemissionen reduziert, die Widerstandsfähigkeit von Waldökosystemen erhöht, die Biodiversität fördert und die Produktivität und Einkommen der Waldbesitzer nachhaltig steigert. Klima-smarte Forstwirtschaft berücksichtigt auch die unterschiedlichen natürlichen Gegebenheiten in den EU-Mitgliedstaaten.»

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