16.04.2020 17:30
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Arbeitsunfall
7 Personen 2020 beim Holzen getötet
Die Beratungssteller für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) zieht eine traurige Bilanz. Seit Anfang Jahr wurden bereits 7 Menschen bei Holzarbeiten tödlich verletzt. Um die Unfallgefahr zu senken, hat die BUL Präventionsmassnahmen verfasst.

Die aktuellen Frühlingstage bieten sich an, Waldränder zu putzen, Winterschäden zu beseitigen und Berg-/Alpweiden für die kommende Saison vorzubereiten, schreibt die Beratungsstelle. 

Beim Holzen sind die Risiken erhöht. Bereits kleine Fehler in der Bedienung der Motorsäge oder der Seilwinde können zu schweren Unfällen führen. Erst vor einigen Tagen ist ein Landwirt im Kanton Neuenburg bei Rückearbeiten tödlich verunfallt. Der sehr erfahrene Mann mit professioneller Ausrüstung sei wahrscheinlich von einem stehenden trockenen Baum getroffen, als er einen Baumstamm zog, schreibt die BUL.

Die Beratungsstelle ruft dringend in Erinnerung, Holzarbeiten nicht alleine auszuführen. Im Notfall könne dem Verletzten niemand Hilfe leisten und die Rettungsdienste alarmieren. 

«Immer wieder werden Holzerarbeiten allein ausgeführt, was zur Folge hat, dass im Notfall niemand alarmieren und der verletzen Person Nothilfe leisten kann», warnt die BUL. Zudem hätten die teils heftigen Sturmwinde im vergangenen Winter gerade an Waldrändern zahlreiche Schäden mit abgebrochenen oder entwurzelten Bäumen hinterlassen.

Um Unfälle zu vermeiden, empfiehlt die BUL folgende Präventionsmassnahmen:

Situationen richtig einschätzen 

Lassen Sie sich vom Forstdienst Ihrer Gemeinde bei der Beurteilung der Bäume und der Planung der anstehenden Arbeitsgänge beraten und unterstützen. Ziehen Sie Fachpersonal mit geeigneter Ausrüstung bei, um heikle Situationen sicher zu bewältigen und unnötige Risiken zu vermeiden. 

Richtige Ausrüstung und geeignete Maschinen 

Eine gute Ausrüstung vermeidet gefährliche Improvisationen. Dazu gehört unter anderem eine Motorsäge mit gut geschärfter Sägekette, Material zum Nachschärfen, Kehrhaken sowie eine Seilwinde. Für die Arbeiten rüsten Sie sich mit geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) aus - mindestens stabiles Schuhwerk, Schnittschutzhose, Schutzhelm, Handschuhe. 

Keine Holzerarbeiten ohne entsprechende Ausbildung 

Gute Fachkenntnisse über die auszuführenden Arbeiten sind besonders in heiklen Situationen unumgänglich, um Unfälle zu vermeiden. Diese können Sie in spezifischen Weiterbildungskursen erlangen

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE