28.10.2019 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Wildschäden gehen zurück
Erstmals seit Jahren haben sich in Österreichs Wäldern die Wildschäden verringert. Das geht aus dem Wildschadensbericht 2018 des Wiener Landwirtschaftsministeriums hervor, der jetzt dem Parlament vorgelegt wurde.

Laut den jüngsten Ergebnissen des Wildeinfluss-Monitorings (WEM) ist die Einwirkung der Wildtiere auf die Verjüngung des Waldes in fast zwei Dritteln der betrachteten Bezirke zurückgegangen. Im Wirtschaftswald sind die Schälschäden nach ersten Ergebnissen der neuen Österreichischen Waldinventur (ÖWI) weniger geworden.

Allerdings dürften sie im Schutzwald in Ertrag leicht zugenommen haben. Dies belege, dass Fortschritte bei den Bemühungen um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wald und Wild durchaus möglich seien, heisst es in dem Bericht. Allerdings dürften die Verbesserungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Schadensniveau in Österreichs Wäldern nach wie vor zu hoch sei.

Insbesondere die Folgen des Klimawandels und der Zustand der Schutzwälder müssten für alle Beteiligten ein Ansporn sein, den im Jahr 2012 mit dem „Forst & Jagd-Dialog“ eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Dem Bericht zufolge zeigen die Ergebnisse des Wildeinfluss-Monitorings 2016 bis 2018 für 62 % der Bezirke Verbesserungen; in 27 % der Bezirke sei der Wildeinfluss auf die Waldverjüngung jedoch gestiegen.

Trotz der Verbesserungen hätten Mischbaumarten Probleme, dem Verbiss zu entwachsen. So hätten sich die Tannen in 47 % und die Eichen in 65 % der Bezirke ihres Vorkommens nicht oder kaum über 1,3 m hinaus entwickeln können. Neben den natürlichen Konkurrenzverhältnissen und der waldbaulichen Behandlung spiele dabei der Verbiss eine wesentliche Rolle. 

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