28.02.2017 14:48
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Agroscope-Sitz im Wallis gerettet
Der Kanton Wallis und der Bund haben eine Lösung zum Erhalt der Agrarforschung von Agroscope am Standort Conthey (VS) gefunden. Damit kann der Grossteil der Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Um die Zukunft der Agrarforschung im Wallis zu sichern, schlägt der Kanton vor, den Standort von Agroscope zu kaufen und den Betrieb der Obstanlagen wahrzunehmen. Im Gegenzug verpflichtet sich das Bundesamt für Landwirtschaft, die Forschungsarbeit in Conthey fortzuführen und schliesst einen langfristigen Zusammenarbeitsvertrag mit dem Kanton Wallis ab.

Ziel der Neupositionierung von Agroscope sei es, die Infrastrukturkosten zu senken, um sich auf die Forschung konzentrieren zu können, erklärte Michael Gysi, Chef von Agroscope. In Conthey müsse sich die Forschung vor allem auf den Obstanbau, den Gewächshausgemüseanbau sowie Aroma- und Medizinalpflanzen konzentrieren.

Der Walliser Volkswirtschaftsminister Jean-Michel Cina zeigte sich am Dienstag vor den Medien erfreut über den Zusammenarbeitsvertrag mit dem Bund. In seinen Augen ist der Fortbestand der Agrarforschung sehr wichtig für das Wallis, auf dessen Boden ein Drittel aller Obstbäume der Schweiz wachsen. Durch den Erhalt des Kompetenzzentrums für landwirtschaftliche Forschung im Wallis könnten zudem rund 30 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Der Bund kann laut Cina aber ebenfalls profitieren, indem er Kosten einsparen kann. Die Bedingungen für den Kauf des Standortes müssen Bund und Kanton noch aushandeln. Das Kantonsparlament entscheidet voraussichtlich im Herbst über den Kauf.

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