2.10.2015 12:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bayern
Bayern: Borkenkäfergefahr wächst
Der Borkenkäfer wird zunehmend zu einer Gefahr für Bayerns Wälder. Wie das Münchener Landwirtschaftsministerium vergangene Woche mitteilte, hat der trocken- warme Sommer die Entwicklung und Ausbreitung des Waldschädlings stark beschleunigt.

Wegen der günstigen Lebensbedingungen schaffe der Käfer in diesem Jahr in vielen Regionen des Freistaats erstmals seit Jahren wieder drei vollständige Generationszyklen, erläuterte Ressortchef Helmut Brunner die aktuelle Problematik. Das könne je nach Witterung im kommenden Frühjahr zu einer besonders starken Vermehrung führen, die auch grössere Waldflächen gefährde. Aus diesem Grund appellierte der Minister an die Waldbesitzer, bei der Bekämpfung des Borkenkäfers keinesfalls nachzulassen.

Auch in den nächsten Wochen bestehe höchste Dringlichkeit, die Wälder gründlich auf Befall zu kontrollieren. Laut Brunner sind die Symptome dafür gut erkennbar. Bei befallenen Bäumen rieselten derzeit die Nadeln zu Boden, die Baumkronen färbten sich braun und die Rinde blättere ab. Die sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist dem Minister zufolge die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung des Borkenkäfers zu verhindern.

Käferbäume sollten deshalb möglichst rasch aufgearbeitet, entrindet oder mindestens 500 m aus dem Wald transportiert werden. Die Bekämpfung des Käfers muss nach Ansicht des CSU-Politikers derzeit Vorrang vor dem Einschlag von Fichtenfrischholz haben. Professionelle Beratung und Hilfe fänden betroffene Waldbesitzer bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie den forstlichen Zusammenschlüssen.

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