30.01.2020 17:42
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/pd
Bern
Bern setzt Borkenkäfer-Programm fort
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Weiterführung des Programms zur Bekämpfung des Borkenkäfers in den tieferen Lagen des Mittellands und des Aaretals in den Jahren 2020 und 2021 bewilligt. Er spricht dafür einen Beitrag von 960'000 Franken.

Damit werden Waldbesitzer bei der gemeinschaftlichen Überwachung und Durchführung von Bekämpfungsmassnahmen unterstützt, teilte die bernische Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Donnerstag mit. Das Programm wurde 2019 als Pilotprojekt lanciert. Da es zweckmässig und wirksam war, wird es mit leichten Anpassungen weitergeführt.

Mit einem Forstschutzprogramm will der Kanton in diesen Gebieten die Waldnutzung fördern. «Wir gelten nicht die Schäden ab, sondern helfen den Waldbesitzern, die ihren Wald bewirtschaften und so zu dessen Verjüngung beitragen», sagte der Berner Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann bei der Lancierung im vergangenen Jahr.

Waldbesitzer können die Überwachung der fichtenreichen Waldbestände und die Käferbekämpfung zusammen organisieren. Der Kanton unterstützt sie mit einem pauschalen Betrag pro Hektare. Wird der Borkenkäfer zeit- und fachgerecht bekämpft, wird ein Bonus ausbezahlt. 

Die Sturmschäden im Winter 2018 und der darauffolgenden Hitzesommer waren ideale Bedingungen für eine Massenvermehrung der Borkenkäfer. Ohne Gegensteuer kann ein solcher Borkenkäferbefall zum grossflächigen Absterben fichtenreicher Wälder führen.

Borkenkäfer ist eigentlich der Überbegriff für mehrere Käferarten, die für ihre Eier Gänge in die Rinde oder in das Holz von Bäumen bohren. Häufigste Borkenkäferarten sind im Kanton Bern der Buchdrucker und der Kupferstecher. Sie befallen hauptsächlich Fichten.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE