Mittwoch, 7. Dezember 2022
07.07.2022 06:33
Wald

Diese Eiche eignet sich für den Schweizer Wald

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Hitze und Dürre führen dazu, dass Bäume aufhören zu wachsen und währenddessen kein CO2 mehr binden. Die Flaumeiche hat sich jedoch eine Strategie zugelegt, um den Wachstumsstopp zu kompensieren.

Das berichten Forschende der ETH Lausanne (EPFL) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in der Fachzeitschrift «Journal of Ecology». Das Team um die Pflanzenökologin Charlotte Grossiord verglich die Widerstandsfähigkeit von zwei Baumarten, Rotbuche und Flaumeiche, unter verschiedenen Temperatur- und Trockenheitsregimes. Die Versuche führten sie in einem Gewächshaus während zwei Jahren durch.

Die Beobachtungen zeigten, dass die Buche leiden werde, wenn sich das Klima erwärme, sagte Grossiord gemäss einer Mitteilung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) vom Mittwoch. Anders sei dies bei mediterraneren Arten wie der Flaumeiche: Bereits an Trockenheit angepasste Baumarten könnten einen Vorteil erlangen in einem sich erwärmenden Klima.

Denn wie die Forschenden feststellten, trieb vor allem die Flaumeiche bei höheren Temperaturen früher aus und verlor ihre Blätter etwas später. Dadurch verlängerte sich die Wachstumsphase, womit sie das verringerte Wachstum während Hitze- und Dürreperioden puffern konnte. Somit konnte die Flaumeiche fast gleich viel des Klimagases CO2 schlucken wie unter heutigen Bedingungen. Für die Rotbuche galt dies nicht: Sie wuchs insgesamt weniger gut und nahm weniger CO2 auf.

«Im Moment werden weiterhin Buchen gepflanzt, die charakteristische Baumart der Schweizer Wälder, aber das ist vielleicht nicht die beste Investition in die Zukunft», so Grossiord.

Mehr zum Thema
Pflanzen

Konkret fordert Foodwatch höhere Zulassungsgebühren für die PflanzenschutzmittelherstellerAndrzej Rembowski Fast 30 Prozent der Pflanzenschutzmittel-Zulassungen in der EU sind nach Foodwatch-Recherchen im vergangenen Jahrzehnt ohne erneute Risikoüberprüfung verlängert worden. 135 der…

Pflanzen

Im Jahr 2021 musste die Schweizer Landwirtschaft vermehrt Pflanzenschutzmittel einsetzen, weil die Witterungsbedingungen schlecht waren. Strickhof In der Schweiz sind im vergangenen Jahr 2259 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft worden. Das sind 331…

Pflanzen

Ab 2026 dürfen Pflanzenschutzmittel von beruflichen Anwenderinnen und Anwendern nur gekauft werden, wenn sie eine gültige Fachbewilligung haben.Grangeneuve Der Bundesrat hat am 16. November 2022 Verordnungsänderungen in den Bereichen Pflanzenschutzmittel…

Pflanzen

Wirkung von Glyphosat-Behandlungen gegen Altunkräuter in einer abgefrorenen Winterzwischenfruchtlfl Der umstrittene Herbizid Glyphosat darf in der EU ein Jahr länger genutzt werden als bislang vorgesehen. Die EU-Kommission werde entscheiden, die…

2 Responses

  1. „Somit konnte die Flaumeiche fast gleich viel des Klimagases CO2 schlucken wie unter heutigen Bedingungen. Für die Rotbuche galt dies nicht: Sie wuchs insgesamt weniger gut und nahm weniger CO2 auf.“
    Alle Pflanzen leben von CO2. CO2 ist Pflanzendünger, NICHT KLIMAGAS!
    Ausserdem, wer die Periodentabelle der chemischen Elemente kennt, weiss, dass CO2 schwerer ist als O2 (Sauerstoff) und N2 (Stickstoff), dass CO2 also nicht in der Höhe schwebt, sondern in Bodennähe. Dass CO2 mit der Wärme zunimmt!

  2. „Bereits an Trockenheit angepasste Baumarten könnten einen Vorteil erlangen in einem sich erwärmenden Klima.“
    Könnte, hätte, würde. Wer weiss, ob sich das Klima wirklich ständig erwärmt. Ich würde mich auf jeden Fall nicht auf die „Klimamodelle“ verlassen, die nicht mal das Klima der Vergangenheit wiedergeben können, sondern eher auf die langfristigen Sonnen- und Ozeanzyklen. Denn die Wärme kommt nicht vom CO2, sondern von der Sonne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE