20.11.2019 10:18
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Wald
Esche ist gleich doppelt bedroht
Die Esche leidet in Europa durch den asiatischen Pilz Hymenoscyphus fraxineus. Die Bäume können sich gegen diesen Pilz nicht ausreichend zur Wehr setzen, viele sterben daran. Bis jetzt gibt es keinen Schutz.

Forscher haben jedoch beobachtet, dass manche Eschen nur sehr wenige bis gar keine Krankheitssymptome aufweisen, obwohl sie nahe an stark befallenen Eschen stehen. 

Der Pilz ist jedoch nicht die einzige Gefahr für die Esche. Eine weitere Bedrohung ist der Eschenprachtkäfer Agrilus planipennis. Seine Schäden werden seit Beginn der 2000er-Jahre in Russland beobachtet. Seine Ankunft in Zentraleuropa wird in 10 bis 20 Jahren erwartet.   

Sind nun die in der Schweiz entdeckten, gegenüber dem Eschentriebsterben scheinbar toleranten Eschen auch tolerant gegenüber dem Käfer? Um diese Frage zu beantworten, werden Forscher der Forschungsanstalt WSL Labor- und Gewächshausexperimente mit  gepfropften Eschengenotypen aus der Schweiz und Dänemark durchführen. Alle Experimente, die mit dem Eschenprachtkäfer in Zusammenhang stehen, werden im Hochsicherheitsgewächshaus stattfinden.

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