27.02.2019 10:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Freiburg
FR: Laubholzbockkäfer ausgerottet
Nach mehrjähriger Bekämpfung gibt es im Kanton Freiburg keine Asiatischen Laubholzbockkäfer mehr. Der eingeschleppte Schädling, der Laubbäume zerstört, war 2011 erstmals in Brünisried FR nachgewiesen worden, später auch in Marly FR.

In Brünisried wurde der gemäss Pflanzenschutzverordnung als besonders gefährlich geltende Käfer Ende 2017 als ausgerottet erklärt, wie das freiburgische Amt für Wald, Wild und Fischerei am Mittwoch bekanntgab. Seit Ende 2018 gibt es nun auch im Freiburger Vorort Marly keine solchen Käfer mehr.

Bund und Kanton Freiburg steckten zusammen 2,62 Mio. Franken in den Kampf gegen den Schädling. Als der Käfer 2011 in Brünisried im Senseobeland entdeckt wurde, war dies der erste Fund eines solchen Tiers in der Schweiz. Einen grossen Befall gab es ausser in Marly 2012 auch in Winterthur. Der Käfer mit den auffallend langen Fühlern und den weissen Flecken auf dem dunklen Rücken reist mit Verpackungsholz aus Asien, etwa Paletten, um die Welt. Landesweit wurden bisher mehrere hundert lebende Käfer gefunden.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist ein besonders gefährlicher und damit meldepflichtiger Schadorganismus. Er befällt verschiedenste Laubholzarten und kann die befallenen Laubholzbäume innert weniger Jahre zum Absterben bringen. Die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden für betroffene Gebiete sind entsprechend hoch.

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