21.10.2013 08:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Rumänien
Grosse Aufforstungsprojekte in Rumänien
Die rumänische Regierung plant kurz- und mittelfristig die Aufforstung grosser Flächen. Bereits in diesem Herbst wurde mit der Aufforstung von 20'000 ha begonnen, auch um die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen an Hanglagen zu mindern.

Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt 1 Mio. ha aufgeforstet werden. Wie die Ministerin für Forsten, Wasser und Fischerei, Lucia Varga, dazu jetzt in Bukarest ausführte, sind die gesetzlichen Voraussetzungen für die Forstprojekte durch entsprechende Änderungen im Wald- und Forstgesetz geschaffen worden. Demnach sollen die Finanzmittel für die Aufforstungsaktionen unter anderem durch den Verkauf von Kohlendioxyd-Zertifikaten beschafft werden.

Mithilfe spezieller Karten seien die Gebiete mit Hochwasserrisiken und Überschwemmungen identifiziert worden, erklärte die Ministerin. Aktuell aufgeforstet würden im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten 20'000-ha-Projektes unter anderem degradierte Uferflächen der Donauniederung. Im Hinblick auf das Ziel von 1 Mio. ha verwies Varga auf den grossen Bestand an „Brachflächen“ als Folge illegaler Abholzung und auf den staatlichen Waldfonds, der mit 3,3 Mio. ha fast die Hälfte der insgesamt 6,7 Mio. ha grossen Forstfläche Rumäniens umfasst.

Ins Gespräch brachte die Ministerin auch den möglichen staatlichen Ankauf von privaten Waldflächen, die derzeit von der staatlichen Forstbehörde Romsilva verwaltet werden. Dies seien landesweit fast 1 Mio. ha. Romsilva verfüge über eine Produktionskapazität von bis zu 60 Millionen Setzlingen, unter anderem der Baumarten Fichte, Tanne, Esche, Buche und Pappel.

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