1.07.2013 13:17
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Freiburg
Hirsche sorgen für viele Verbissschäden
Die Hirsche verursachen in den Wäldern des Greyerzbezirks grosse Schäden. Sie nagen die Bäume an.

In den Wäldern des Greyerzbezirks gebe es angefressene Triebe oder aufgekratzte Baumrinden, schreiben die «Freiburger Nachrichten». Der Grund: Hirsche haben sich hier angesiedelt. Würden die sogenannten Schäl- und Verbissschäden zu häufig auftreten, gefährden sie die natürliche Verjüngung des Waldes und somit die Waldfunktion.

Hirsch fühlt sich wohl

«An gewissen Stellen ist das Ausmass der Schäden beunruhigend», erklärte Revierförster Vincent Castella. Die vielen angenagten Baumrinden bereiten ihm grosse Sorgen. «Die Bäume sterben zwar nicht ab, sie werden aber instabil.» Durch das Annagen würden die Bäume geschwächt und könnten ihre wichtige Schutzfunktion vor Naturgefahren nicht wahrnehmen. Betroffen von den Schälschäden sei vor allem die Esche.

Der Hirsch scheint sich im Intyamon, im Jauntal und in der Region des Jagdbanngebiets Hochmatt besonders wohl zu fühlen. «Die Struktur ist reichhaltig, abwechslungsreich, und im Winter findet er seine Ruhe», erklärte Walter Schwab, Vorsteher des Amtes für Wald, Wild und Fischerei.

Keine Hetzkampagne

Ruhezonen zu schaffen, sei äusserst wichtig. «So muss er weniger oft fliehen, verbrennt weniger Kalorien und richtet weniger Schäden an.» Zusammen mit einer intensiveren Bejagung im Rahmen einer Spezialjagd sollen die Schäden eingedämmt werden. «Wir machen keine Anti-Hirsch-Kampagne», betonte Schwab. Es gehe darum, das Gleichgewicht zwischen Hirschpräsenz und Waldverjüngung herzustellen.

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