16.02.2020 06:00
Quelle: schweizerbauer.ch - Willy Wenger
Wald
Holzen für mehr Sicherheit
Entlang der Kantonstrasse Büren–Seewen wird hart gearbeitet. Sechs Forstwarte und vier Lehrlinge holen 450 Kubikmeter Holz mit zum Teil schwerem Gerät aus dem Wald. Dies erfordert Können und Konzentration.

Der Forstbetrieb Schwarzbubenland mit Sitz in Seewen SO steht zurzeit im Grosseinsatz. Aktuell entlang der Kantonstrasse von Seewen bis Grellingen, wo er letztlich für mehr Sicherheit sorgt. Zur Ausführung gelangt dort ein Sicherheitsholzschlag im Pelzmühletal bis zur Kantonsgrenze zu Basel-Landschaft.

Bis vor Kurzem war er entlang der Kantonsstrasse zwischen Büren SO und Seewen tätig. Dort führte dieser einen Schutzwaldholzschlag, die 4. Etappe, im Zusammenhang mit dem Schutzwaldprojekt Bürenhorn durch. Der «Schweizer Bauer» besuchte die Forstequipe in Büren, welche im anspruchsvollen Gebiet anspruchsvolle Arbeit leistete.

Verkehrsbeschränkungen

Der Leiter des Forstbetriebs Schwarzbubenland, Christoph Gubler, ist sich bewusst, dass durch die Arbeiten Verkehrsbeschränkungen unverzichtbar sind. «Wir holzen hier einerseits für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, auf der anderen Seite aber auch für die Natur.» Mit den zurzeit laufenden Arbeiten strebt man einen stufigen und stabilen Waldbestand an, wodurch das Gelände fixiert beziehungsweise stabilisiert werden kann. «Hier am Berg besteht immer eine gewisse Steinschlag- und Rutschgefahr des Waldbodens und zwar oberhalb wie auch unterhalb der Kantonsstrasse.»

Der Leiter des Kreisbauamts III des Solothurner Amts für Verkehr und Tiefbau, Roland Ebner, bestätigt dies ebenfalls. «Mit diesem Eingriff durch die Forstequipe wird die Strasse und ihr Umgelände in jeder Hinsicht sicherer.» Ebner sagt weiter, dass der Holzschlag von insgesamt 450 Kubikmeter Hiebsmenge zwischen Büren und Seewen so gesehen auch pro-aktiv als Vorsorge- und Sicherungsmassnahme für die Benutzer angesehen werden kann.

Anspruchsvolle Arbeit

Im Gelände zeigt sich, dass das Forstpersonal äusserst anspruchsvolle Arbeiten auszuführen hat. Gubler weist auf die Steilheit des Geländes hin, in welchem neben qualifiziertem Arbeiten Trittfestigkeit und letztlich auch Kondition zwingende Faktoren der Holzerei sind. Aus dem Wald geholt werden durch die sechs Forstwarte und vier Lehrlinge unter anderem Stammholz und Energieholz.

Hier gelangen zum Teil schwere Maschinen wie der Vollernter zum Einsatz. Die windenunterstützte Holzerei mit einem Forsttraktor ist ebenso unverzichtbar wie die harte Arbeit an der Motorsäge, mit welcher unter anderem Buchen, Eschen oder Fichten geschlagen werden. Je nach Grösse des Baumes wiegt ein solcher zwischen fünf und sechs Tonnen.

Sicherheit geht vor

Eines ist überall gleich, wie Ebner und Gubler dezidiert und unisono sagen. «Die Arbeitssicherheit und die Verkehrssicherheit sind zentral. Hier gehen wir absolut keine Kompromisse ein.» Dokumentiert wird dies auch durch drei Verkehrs-Teams, die entlang der Strasse Präsenz markieren und im Speziellen den sauberen Ablauf der Postautokurse gewährleisten. Zudem sorgen sie dafür, dass keine Strassenbenutzer in den Holzschlagbereich über die Kantonsstrasse gelangen können.

Der Grossteil des Waldes gehört öffentlich-rechtlichen Körperschaften und nur relativ wenig Privatwaldbesitzern. Diese werden aktuell nicht zur Kasse gebeten, denn der Kanton Solothurn, vertreten durch das Amt für Wald, Jagd und Fischerei sowie das Amt für Verkehr und Tiefbau, unterstützt durch Bundesbeiträge, kommt für die Kosten auf.

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