Donnerstag, 8. Dezember 2022
03.10.2022 14:21
Holz

Laubholz wird Brennholz – Holzindustrie alarmiert

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Von: blu

In den vergangenen Wochen sind die Energiepreise deutlich gestiegen, so auch beim Brennholz. Dass immer mehr Laubholz in diesen Kanal fliesst, erachtet Holzindustrie Schweiz als bedenklich. Der Verband stellt die Höhe der Fördermittel für Heizungen infrage.

In den vergangenen Wochen haben Behörden und Energieunternehmen vor einer Energiemangellage gewarnt. Das führte dazu sich Unternehmen, Gemeinden und Privathaushalte mit Heizöl, aber auch mit Brennholz eindeckten.

Diese Entwicklung wirkte sich auf die Preise aus. Brennholz wurde teurer. «Viele Waldbesitzer verkaufen ihr Laubholz lieber als Hackschnitzel und Cheminée-Stückholz, statt es als Rohstoff für die Holzindustrie bereitzustellen», schreibt Holzindustrie Schweiz in einer Mitteilung. Laubholz wie Buche, Eiche und Esche finden Verwendung im gehobenen Innenausbau, als Parkett und bei der Möbelproduktion.

Aus Sicht der Industrie ist die verstärkte Nutzung von Laubholz zu Energieholz bedenklich. «Holz sollte nach dem Kaskadenprinzip zuerst stofflich und danach energetisch verwertet werden», heisst es in der Mitteilung weiter. Es ersetze klimabelastende Baustoffe wie Beton und Stahl. Klimaschädliches CO2 werde im verbauten Holz langfristig eingelagert und so der Atmosphäre entzogen.

Gemäss Mitteilung haben Schweizer Sägewerke immer mehr Mühe, an sägefähiges Laubholz zu gelangen. Holzindustrie Schweiz ist nicht gegen das Heizen mit Holz. Dies dürfe aber nicht Überhand nehmen. Kritisiert wird von Holzindustrie Schweiz die Beiträge an Holzheizungen. Bund und Kantone sollen deshalb die gesetzlichen Rahmenbedingungen anpassen – sprich die Fördermittel kürzen.

Die Sägewerke seien bereit, ihren Beitrag zu leisten. Sie wollen die Produzentenpreis beim Laubholz erhöhen. Waldbesitzer sollen sich deshalb an Laubholz-Sägewerk wenden und Liefermengen sowie Preis vereinbaren.

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10 Responses

  1. So schnell kann es gehen!
    Meine lieben Sänger,hat sich das Blatt
    Gewendet?
    Partnerschaft auf Augenhöhe, in Vergangenheit,
    hätte sich wohl Bezahlt gemacht.

  2. Besser verheizen als verschenken . Sehr komplex das Thema . Die Preise der letzten 30 Jahre waren oft nicht kostendeckend für den Holzproduzenten , das hinterlässt früher oder später Spuren . Währschafte Arbeitsstellen der Holzindustrie wurden in sogennannte Dienstleistungsbetriebe umgeleitet . Produzieren ist das Gebot der Stunde , bedingt halt auch faire Preise um nachhaltig zu bleiben .

  3. Es ist doch ganz einfach, MARKTWIRTSCHAFT.

    Wenn der Preis für Brenholz höher wie für Verarbeitung s Holz ist, gibts Brennholz.
    Es wahr vor nicht all zu langer Zeit da wurde im Ausland für Holz mehr bezahlt wie in der Schweiz.
    Da haben bestimmte Kreise ein Export Verbot für Sägerei Holz verlangt. Sind das wieder die Selben Jameris?

  4. Der Wert des Waldes und des Holzes wird immer noch unterbewertet. Solange die investierte Arbeit für die Bewirtschaftung des Waldes kaum kostendeckend ist mit dem Erlös für das Produkt Holz, kann es nicht funktionieren.

  5. Plötzlich ginge es, dass der Holzproduzent mehr für sein Produkt bekommt? Wie lächerlich macht sich denn nun die Holzindustrie?
    Es ist zu spät. Der Aufwand steigt ja auch beim Holzproduzenten! Also hält der Preis der Industrie den sie zahlt wieder nicht mit, so wie in der Vergangenheit.

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