Samstag, 24. Juli 2021
08.01.2018 11:47
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Massive Waldschäden nach Burglind

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Der Wintersturm «Burglind» hat in den Schweizer Wäldern erhebliche Schäden verursacht. Ein Bericht der «Tagesschau» des TV-Senders SRF gibt einen Einblick auf das Ausmass. Mit Video

Stark betroffen ist die Region Gäu im Kanton Solothurn. Dort hat der der Sturm Rottannen zu Boden geworfen. Die Bäume, zersplittert oder umgefallen, liegen quer durcheinander. Walter Brönnimann, Revierförster Forst Mittleres Gäu, sagt gegenüber der «Tagesschau», dass alleine in seinem Revier 4 bis 5 Flächen in der Grösse von 1.5-2 ha zerstört worden sind. Zudem sei im Gebiet zahlreiche Streuschäden entstanden. Sehr viele einzelne Bäume und Baumgruppen besonders an exponierten Lagen und entlang von Waldrändern, Strassen und Bahngeleisen wurden umgeworfen. Brönnimann rechnet mit 10’000 bis 15’000 Kubikmeter Fallholz. Im gesamten Kanton Solothurn hat «Burglind» 100’000 Kubikmeter Holz geknickt.

Im Zuger Wald hat der Sturm gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der Revierförster schätzte die Menge des Sturmholzes auf etwa 120’000 Kubikmeter, was 600 Lastwagen voller Bäume entspricht. Im Luzerner Wald wurden von «Burglind» 30 bis 50 Prozent der Holzmenge gefällt, die sonst im Durchschnitt in einem Jahr zur Nutzung geschlagen wird.

Auch der Wald im Kanton Bern wurde massiv in Mitleidenschaft gezogen, wie Bilder von SRF zeigen. In der Region Erlach im Berner Seeland sind hunderte Bäume umgeworfen worden. Markus Brunner, Direktor vom WaldSchweiz, dem Dachverband der Schweizer Waldeigentümer, rechnet mit rund 1 Millionen Kubikmeter Fallholz. Das entspricht einem Fünftel der Menge, die jährlich im Schweizer Wald genutzt wird. Der Sturm Lothar hat Ende 1999 rund 13 Millionen Kubikmeter «gefällt».

Die Räumung der Wälder dürfte Monate in Anspruch nehmen. WaldSchweiz mahnt Spaziergänger, Wälder mit Sturmholz nicht zu betreten, da die Verletzungsgefahr zu gross sei.

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