23.05.2013 11:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
UNO
Mit Forstwirtschaft zu mehr Ernährungssicherheit
Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft sollen den Beitrag von Wäldern, Bäumen und der Forstwirtschaft zur Ernährungssicherung voranbringen. Das ist das Ergebnis der ersten internationalen Konferenz zu diesem Thema in Rom.

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vergangene Woche mitteilte, waren sich die Teilnehmer einig, dass Kleinbauern ermutigt werden sollen, sich in den Bereichen Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen mehr zu engagieren. Als Beispiel nennt die UN-Organisation die Bereitstellung von Mikrokrediten, insbesondere für Frauen. Die Erfahrung zeige, dass sich dadurch das Familieneinkommen, die Gesundheit, die Ernährungslage und insgesamt die Lebensqualität verbesserten.

Die FAO hat auch die unmittelbare Versorgung der Familien mit Lebensmitteln durch Wälder im Auge: Blätter, Saaten, Nüsse, Honig, Früchte, Pilze sowie Insekten und andere Waldtiere stünden seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan der ländlichen Bevölkerung. Das wirtschaftliche und ökologische Potential durch sichere Pachtverträge sei enorm. Die Pacht von Bäumen könne die Landbewirtschaftung grundlegend verbessern. Dadurch entstünden beträchtliche Anreize für Kleinbauern, sich in der Forstwirtschaft zu betätigen.

An der Tagung nahmen laut FAO mehr als 400 Delegierte aus gut 100 Ländern teil. Das Thema soll unter anderem vom UN-Welternährungsausschuss weiterverfolgt werden.

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