12.08.2018 18:53
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Mit Saisonarbeiter gegen Borkenkäfer
In Österreich können die Bundesländer, die unter einem starken Befall durch den Borkenkäfer leiden, jetzt mit mehr Saisonarbeitskräften rechnen.
Wie das Wiener Arbeitsministerium vergangene Woche mitteilte, hat Ressortchefin Beate Hartinger-Klein veranlasst, die Kontingente für die Land- und Forstwirtschaft zu erhöhen. Die kurzfristige Aufstockung sei unbedingt notwendig, um grössere Schäden zu verhindern, betonte die Ministerin.

Der stellvertretende Landeshauptmann von Oberösterreich, Dr. Manfred Haimbuchner, begrüsste die Entscheidung und zeigte sich erfreut, dass nun eine pragmatische Lösung gefunden worden sei. Gerade in Oberösterreich seien viele Betriebe betroffen. In den letzten Wochen hätten zahlreiche Land- und Forstwirte angesichts der derzeitigen Herausforderungen um Hilfe ersucht.

Auch bei der Landwirtschaftskammer Österreich fand die Entscheidung der Ministerin Anklang. Nur über die Kontingentaufstockung könne kurzfristig noch grösserer Schaden vermieden werden, erklärte Kammerpräsident Josef Moosbrugger. Der Bundessprecher der Forstunternehmer in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Peter Konrad, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Regelung. Nun könne zusätzlicher Schaden von der heimischen Forstwirtschaft und der Wertschöpfungskette abgewendet werden.

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer sind auch in Österreichs Nachbarstaaten - insbesondere in Tschechien - enorme Schäden durch das massive
Auftreten des Borkenkäfers zu erwarten. In der Folge sei eine Konkurrenzsituation bei Forstfachkräften zur Aufarbeitung des Schadholzes entstanden. Bereits in der Vergangenheit habe es beispielsweise nach Sturmereignissen die Notwendigkeit zu unterjährigen Kontingentaufstockungen gegeben.
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