7.03.2013 19:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wald
Mit verstärkter Waldnutzung den Klimawandel bekämpfen
Der Bund richtet seine Waldpolitik auf den Klimawandel aus. Der neue Massnahmenplan Waldpolitik 2020 setzt unter anderem auf die vermehrte Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz.

Mit einer optimalen Nutzung und Verwendung von Holz könnten der Wald und die Waldbewirtschaftung zur Minderung der Klimaänderung beitragen, schreibt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Damit könnten die CO2-Bilanz der Schweiz verbessert und ein grösserer Beitrag zur Versorgung mit erneuerbarer Energie geleistet werden.

Elf Ziele

Zudem soll der Wald als anpassungsfähiges Ökosystem erhalten bleiben. Denn der Wald erbringt vielfältige Leistungen: So schützt er vor Naturgefahren und liefert Holz sowie Trinkwasser. Zudem dient er als Erholungsraum für den Menschen und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Diese Leistungen müssen laut dem Bericht auch unter sich ändernden klimatischen Bedingungen erbracht werden.

Die Waldpolitik des Bundes definiert einen Zeithorizont bis 2030 und legt insgesamt elf Ziele fest - unter anderem die Schutzwaldleistung, die Erhaltung der Biodiversität und die schonende Freizeitnutzung.

Mehrkosten von 24 Millionen

Die Waldpolitik 2020 löst das bisherige Waldprogramm Schweiz aus dem Jahr 2004 ab. Ab 2016 rechnet der Bund - insbesondere wegen der klimapolitischen Massnahmen - mit Mehrkosten von 24 Millionen Franken pro Jahr. Total werden die jährlichen Ausgaben des Bundes für die Waldpolitik dann auf 118 Millionen Franken geschätzt.

Im Bericht erläutert das BAFU, wie die Mehrkosten finanziert werden könnten. Die Vorschläge reichen dabei von einer Umlagerung aus anderen Bundesprogrammen über eine mögliche Teilzweckbindung der CO2-Abgabe bis hin zu einer Schaffung eines Waldklimafonds.

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