20.01.2020 09:17
Quelle: schweizerbauer.ch - pd
Bern
Wald: Wildschaden problematisch
Auf knapp zwei Dritteln der Berner Waldfläche richten Reh, Gämse und Rothirsch keine problematischen Schäden an. Das zeigt das Wildschadengutachten 2019 des Amts für Wald und Naturgefahren.

Auf elf Prozent der Fläche ist der Wildtiereinfluss hingegen so gravierend, dass nicht genügend Jungpflanzen der erforderlichen Baumarten nachwachsen. Dort gilt die Situation als untragbar.

Am stärksten ist der Wildtiereinfluss gemäss einer Mitteilung des Kantons Bern in den Gebieten Napf, Kiesen und Niederhorn. Im westlichen und östlichen Berner Oberland nimmt der Einfluss durch das Rotwild zu. Verbessert hat sich die Situation hingegen im Wildraum Schwarzenburg.

Kritisch wird die Situation, wenn Jungpflanzen der standortheimischen Hauptbaumarten durch das Wild so stark verbissen werden, dass sie nicht aufwachsen können. Das betrifft insbesondere die Weisstanne und den Bergahorn. Diese Baumarten sind für eine gute Durchwurzelung des Bodens und für einen wirksamen Schutz des Waldes vor Naturgefahren von grosser Bedeutung. Auch mit Blick auf die Klimaveränderung ist in den Gebieten mit langanhaltend kritischem und untragbarem Wildtiereinfluss eine Verbesserung der Situation nötig.

Das Amt für Wald und Naturgefahren arbeitet mit dem Jagdinspektorat und weiteren Akteuren zusammen, um die nötigen Fortschritte zu erreichen. Aus Sicht des Amts für Wald und Naturgefahren erzielt insbesondere der zusätzliche Jagdtag («Donnerstagsjagd»), der 2018 in acht betroffenen Gebieten eingeführt wurde, eine positive Wirkung.

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