24.06.2016 16:17
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Verbände
WaldSchweiz: Neuer Präsident
Die Delegierten des Waldeigentümerverbands WaldSchweiz haben am Freitag in Teufen AR den Innerrhoder CVP-Nationalrat Daniel Fässler zum neuen Präsidenten gewählt. Zudem wollen sie eine Buchen-Sägerei im Jura finanziell unterstützen - ein Novum für den Verband.

Fässler tritt das Amt im Juli als Nachfolger von alt Nationalrat Max Binder (SVP/ZH) an. Der amtierende Landammann und Innerrhoder Volkswirtschaftsdirektor Fässler gab an, er sei dem Wald bereits seit Kindesbeinen verbunden. Er besitze selbst Wald und sei in einer Sägerei aufgewachsen. Fässler wird das Amt ab Juli 2017 übernehmen.

Druck von Importen

"Ich stelle mich mit Herzblut für dieses Amt zur Verfügung, weil ich mich seit Kindsbeinen für Wald und Holz interessiere. Ich bin selber Waldeigentümer und in einem Sägereibetrieb aufgewachsen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir unseren Wald trotz aller widrigen Umstände auch in Zukunft nachhaltig pflegen können", hält der Nationalrat fest.

Wie der Waldeigentümerverband am Freitag weiter mitteilte, ist die Branche derzeit widrigen Umständen ausgesetzt. Zur Frankenstärke kommen noch hohe Produktionskosten im Inland hinzu, so dass Schweizer Holz wenig konkurrenzfähig ist und immer mehr Holz importiert wird.

Der amtierende Präsident Max Binder hält dazu fest: "Holzprodukte sind global frei handelbar und kennen keinerlei Zollschutz, wie landwirtschaftliche Waren. Wir können den Wald weder ins Ausland verpflanzen, noch die Konkurrenz mit einem exklusiven Wunderholz ausstechen."

Buchensägerei erhält Unterstützung

Sorgenkind im Wald ist die Buche. Das Holz des zweithäufigsten einheimischen Baums ist zwar interessant, wird beim Bauen neben dem Fichtenholz aber kaum verwendet. Schönste Stämme landeten darum im Ofen, beklagt WaldSchweiz. Nordwestschweizer Waldeigentümerverbände wollen nun Abhilfe schaffen. Sie planen im Jura eine Sägerei für hochwertige Bauelemente aus Buchenholz.

Eine knappe Mehrheit der Delegierten beschloss, diesen Plan finanziell zu unterstützen. Da der Verband dies noch nie getan hat und es gegen die Statuten und ein Fondsreglement verstösst, fasste die Verbandsführung gegen ihren Willen den Auftrag, die Strategie zu überarbeiten und die Statuten anzupassen. Nur wenn diese angenommen werden, kommt der finanzielle Beitrag zustande.

In WaldSchweiz sind rund 250'000 Waldeigentümer organisiert.

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