Donnerstag, 21. Januar 2021
14.11.2015 09:16
Waldwirtschaft

Waldwirtschaft Schweiz heisst jetzt WaldSchweiz

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Von: Samuel Krähenbühl

Waldwirtschaft Schweiz, der Verband der Waldeigentümer, nennt sich künftig «WaldSchweiz». Der Namenswechsel sei Zeichen einer thematischen Öffnung; die Waldeigentümer wollen sich künftig zu allen Fragen rund um den Wald mehr einbringen, heisst es in einer Mitteilung zur Delegiertenversammlung in Bellinzona.

Ab 1. Januar 2016 heisst «Waldwirtschaft Schweiz WVS» offiziell «WaldSchweiz – Verband der Waldeigentümer», dies beschlossen rund 80 Vertreterinnen und Vertreter an der Delegiertenversammlung vom 13. November 2015 in Bellinzona. Der bisherige WWS wird auch mit neuem Logo und Erscheinungsbild daherkommen. 22 Regional- und Kantonalverbände sind dem WVS angeschlossen; auch sie werden ihre Auftritte in den nächsten Monaten und Jahren dem nationalen Dachverband anpassen, was bisher nicht der Fall war. Der einheitliche Auftritt hat zum Ziel, dass die Leistungen und die Anliegen der Waldeigentümer künftig besser wahrgenommen werden.

Alle Waldthemen im Fokus

Der Waldwirtschaftsverband vertritt die Anliegen von rund 3500 öffentlich-rechtlichen und über 240’000 privaten Waldeigentümern in der ganzen Schweiz. Der neue Auftritt geht einher mit einer Ausweitung dieser Interessenvertretung. Einerseits verstärkt der Verband seine Aktivitäten in der Kommunikation und Politik. Andererseits will er sich künftig neben der klassischen Waldbewirtschaftung vermehrt und vertiefter allen Themen rund um den Wald annehmen. Denn die Öffentlichkeit stellt immer grössere Ansprüche an den Wald punkto Erholung, Biodiversität, Schutzfunktionen usw.

Die Interessenkonflikte nehmen zu und erfordern Diskussionen. «Wir Waldeigentümer sind von den Forderungen am direktesten betroffen, kommen aber oft kaum zu Wort oder gehen schlicht vergessen, weil der Wald als Allgemeingut angesehen wird!», stellte WVS-Präsident und Nationalrat Max Binder vor den Delegierten fest. Mit dem neuen Auftritt wolle der Verband auch «neue Töne anschlagen» und sich in allen wichtigen Fragen mehr Gehör verschaffen. Bewährte bisherige Verbandsleistungen wie Aus- und Weiterbildung, Ökonomie oder die Fachzeitschriften werden selbstverständlich weiter gepflegt und entwickelt.

Frankenstärke und Borkenkäfer

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 steht die ohnehin schon gebeutelte Forstwirtschaft noch stärker unter Druck: «Importierte Bretter, Balken und Holzwerkstoffe sind über Nacht und ohne unser Zutun fast 20% billiger geworden», erläuterte Markus Brunner, Direktor WVS.

Entsprechend sanken leider auch die Preise für Holz aus dem Schweizer Wald um mehr als 10% – und dies obwohl manchenorts schon länger nicht mehr rentabel Holz geerntet werden kann. Da in den letzten Monaten die Präsenz des Borkenkäfers verbreitet zugenommen hat, ist zu befürchten, dass die Zwangsnutzung befallener Bäume zunehmen wird. Der WVS empfiehlt seinen Mitgliedern in dieser Situation, Holzschläge nur bei konkreter Nachfrage und nach fix vereinbarten Preisen auszuführen.

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