Samstag, 27. Februar 2021
02.11.2020 13:30
Wald

Wegen Trockenheit: Blätter und Nadeln fallen früher

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Von: sda

Im trockenen Sommer 2018 haben in zehn Prozent der Wälder Zentraleuropas die Bäume manche oder alle ihrer Blätter zu früh verloren. Besonders betroffen waren Mittel- und Ostdeutschland sowie Tschechien.

Da es in den Bergen weniger heiss und trocken war, erlitten Schweizer Wälder jedoch weniger Schäden, wie die Forschenden der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) anhand von Satellitenbildern herausfanden.

Nordschweiz, Jurasüdfuss und Walliser Haupttal

Namentlich den Wäldern in der Nordschweiz, am Jurasüdfuss und im Walliser Haupttal setzte die Trockenheit stark zu. Die Ergebnisse, über die die WSL am Montag informierte, erschienen im Fachmagazin «Global Change Biology». Die Forschenden entwickelten einen Algorithmus, um zu berechnen, wo und wann frühzeitlicher Laubabfall von Norddeutschland bis nach Norditalien stattfand. Demnach kapitulierten Bäume in warm-trockenen Regionen am meisten vor der Trockenheit und warfen ihre Blätter vorzeitig ab. Also an den Orten, wo es noch heisser und trockener war als im langjährigen Durchschnitt. Dies galt insbesondere für kleine bis mittelgrosse Bäume in steilem Gelände und auf flachgründigen Böden.

Eichen kamen besser zurecht

Während in der Schweiz vor allem Laubbäume, insbesondere Buchen, verfrüht die Blätter fallen liessen, waren über ganz Zentraleuropa gesehen eher die Fichten betroffen. Ein kompletter Nadelverlust ist für sie tödlich.

«Wenn sich solche Ereignisse häufiger wiederholen, dann dürften Buchen und Fichten Schwierigkeiten haben, in den 2018 betroffenen Regionen längerfristig zu überdauern», sagte der Ökologe Niklaus Zimmermann von der WSL. Eichen, die weniger Wasser benötigen und darum mit Trockenheit besser umgehen können, haben in denselben Regionen hingegen kaum Blattfall gezeigt.

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