Dienstag, 26. Januar 2021
12.01.2021 06:01
Futterbau

Zuckerreiches und sauberes Futter

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Von: lid

Das Wetter sorgte 2020 für einen frühen Vegetationsbeginn beim Raufutter. Dies geht aus der Raufutter-Enquête hervor, die auf 2400 eingesandten Proben beruht.

Nach einem milden und sonnigen Winter folgte im Jahr 2020 ein wechselhafter März, was zu einer stark verfrühten Vegetationsentwicklung /-beginn führte. Vereinzelt wurde bereits im März blühender Löwenzahn beobachtet, schreibt die Forschungsanstalt Agroscope.

Gutes Heuwetter

Die Trockenperiode im April verringerte den Vegetationsvorsprung nur geringfügig, so dass Ende April und Anfang Mai, vielerorts im Flachland gutes Heuwetter herrschte. Das gute Wetter führte dazu, dass die Bestände bereits etwas über den optimalen Erntezeitpunkt hinausgewachsen waren. Dies spiegelt sich in erhöhten Rohfasergehalten, welche in diesem Futter gemessen wurde wieder.

Das sonnige und trockene Wetter führte beim ersten Schnitt im Durchschnitt zu erhöhten Zuckergehalten und tiefen Rohaschwerten. Bei den Folgeschnitten wurde vermehrt verschmutztes Futter geerntet, was an deutlich höheren Rohaschegehalten als beim ersten Schnitt erkennbar ist. Die Analysegehalte des Dürrfutters 2020 liegen im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Höherer Zuckergehalt

Sowohl der mittlere Energiegehalt von belüftetem Dürrfutter mit 5.4 MJ NEL pro kg Trockensubstanz (TS), als auch jener von bodengetrocknetem Dürrfutter mit 5.1 MJ NEL pro kg TS hat Verbesserungspotenzial. Die APDE- und APDN-Gehalte sind ausgeglichen und weichen nicht vom mehrjährigen Durchschnitt ab. Die Rohprotein-, Rohfaser-, NDF- und ADF-Werte liegen im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Der Zuckergehalt ist aufgrund der sonnigen Perioden höher als in den Vorjahren. Bei solchem Futter ist besonderes auf einen optimalen Proteinausgleich der Ration zu achten, um einen Zuckerüberschuss zu verhindern. 

Gute Gehalte

Die intensiven Futterbauregionen der Ostschweiz, aber auch das Mittelland und die Zentralschweiz stechen dieses Jahr sowohl mit guten Energie-, als auch Protein- und Rohfasergehalten heraus. Jedoch treten in diesen ebenso wie in den restlichen Regionen Rohaschegehalte teilweise über 100 g pro kg TS, was aus Sicht der Futterhygiene zu vermeiden ist.

Das Wallis hatte 2020 eher Mühe, Energiegehalte über 5.2 MJ NEL pro kg TS zu erreichen. Entsprechend liegen auch die Protein- bzw. die Rohfasergehalte unter bzw. über den erwünschten Werten. Die restlichen Regionen zeigen vergleichbare Gehaltswerte auf gutem Niveau.

Die Auswertung des Dürrfutters 2020 basiert auf rund 2400 eingesandten Proben bei der UFAG AG und Eurofins Scientific AG. Die Daten der Dürrfutter-Enquête 2020 werden in die Schweizerischen Futtermitteldatenbank Feedbase (www.feedbase.ch) einfliessen und sind dort kostenfrei abruf- und einsehbar.

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