9.12.2015 10:14
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Nationalrat
„SVP-Bauernvertreter fördern Hofsterben"
Eine parlamentarische Initiative, welche einen besseren Schutz für arrondierte, bestehende Betriebe forderte, wurde vom Nationalrat eine Abfuhr erteilt. Die Kleinbauern-Vereinigung ist verärgert über die bäuerlichen Vertreter der SVP. Ein Grossteil habe den Vorstoss abgelehnt.

Mit dem Entscheid werde der Strukturwandel in der Landwirtschaft befeuert, schreibt die Kleinbauern-Vereinigung am Mittwoch in einem Communiqué. Nationalrat Jean-Paul Gschwind (CVP/JU) forderte in seiner parlamentarischen Initiative, dass Betriebe, die ein abgerundetes Ganzes bilden und deren landwirtschaftliche Nutzfläche mindestens dem regionalen Durchschnitt entspricht,  nicht automatisch parzellenweise verpachtet werden dürfen.

Damit hätte den Kantonen bei parzellenweisen Verpachtungen mehr Handlungsspielraum ermöglicht werden sollen. Die Kleinbauern erhofften sich einen besseren Schutz für Betriebe, die als Ganzes weitergeführt werden sollen. Der Nationalrat lehnte die Initiative aber mit 105 gegen 84 Stimmen ab. Enttäuscht zeigt sich die Vereinigung über die SVP. Die meisten der bäuerlichen Vertreter hätten sich gegen eine besseren Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft gestellt.

Nur würden „existenzfähige Betriebe“ weiter zerstückelt und verschachert, so die Vereinigung. Junge Bäuerinnen und Bauern würde der Traum eines eigenen Hofes genommen. Das neue Parlament setzte damit weiterhin auf die „überholte Politik“ wachse oder weiche, so die Kleinbauern-Vereinigung.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE